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Becher für den Video-Hit

© Thorsten Eckert

An der Ludwig-Richter-Oberschule wird derzeit ein ungewöhnliches Musik-Projekt vorbereitet. Ein Radeberger Unternehmer steckt dahinter.

Von Jens Fritzsche

Radeberg. Spektakulär. Das Wort trifft das Video wohl durchaus, mit dem sich die Radeberger Ludwig-Richter-Oberschule vor gut anderthalb Jahren auf dem Internet-Video-Kanal Youtube verewigt hat. Mit dem sogenannten „Cup Song“ nämlich; dem Becher-Lied.

Einem Hit aus dem Film „Pitch Perfect“, der seither von vielen Schulen oder Gruppen nachgesungen wurde, wobei der Rhythmus stets mithilfe von Bechern vorgegeben wird. Das haben die Richterschüler auch gemacht, aber dennoch ist das Lied hier etwas ganz Besonderes. Denn Musiklehrerin Silke Rattay suchte den historischen irischen Text heraus, und so sangen die Richterschüler das Lied in Gälisch, der Sprache der Kelten. „Eine Herausforderung“, freut sich die Lehrerin über das Ergebnis. „Ich finde es toll, wenn die Schüler sehen, was gemeinsam möglich ist!“

Und weil das so gut ankam und weil nun schon wieder etliche neue Schüler nachgerückt sind, soll das Projekt im Juni noch einmal wiederholt werden. Aber die dafür notwendigen Becher – die alle möglichst gleich sein müssen – kosten eine ganze Stange Geld. Da kam der Anruf von Dr. Dirk Freitag-Stechl sozusagen wie gerufen. Der Radeberger Unternehmer hatte davon gehört, dass die Ludwig-Richter-Oberschule Unterstützung für die Idee braucht; „und weil unser Unternehmen ja CUP heißt, lag es ja quasi nahe, dass wir hier einspringen“, sagt er mit einem Schmunzeln. Cup ist ja das englische Wort für Becher. Die Firma CUP Laboratorien Dr. Freitag befasst sich vorrangig mit Analysen für die pharmazeutische Industrie und für die Medizintechnik – und unterstützt alljährlich zu Weihnachten ein Projekt an Radeberger Schulen oder Kitas. Und so finanzierte Dr. Dirk Freitag-Stechl nun also die rund 300 benötigten Becher.

„Mit denen beginnen wir jetzt in Gruppen zu üben, damit es im Juni dann wieder ein tolles Ergebnis geben kann“, beschreibt Musiklehrerin Silke Rattay. Und natürlich wird das Ganze dann auch wieder im Internet flimmern.