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Beck schießt Magdeburg in die Spitzengruppe

Magdeburg. Dem 1. FC Magdeburg ist in der 3. Fußball-Liga derzeit nur schwer ein Bein zu stellen. Zumindest im heimischen Stadion ist der Aufsteiger eine Macht. Vier Heimspiele – vier Siege, lautet die Bilanz nach dem 3:0 im Nachholespiel gegen den VfL Osnabrück.

© WORBSER-Sportfotografie

Magdeburg. Dem 1. FC Magdeburg ist in der 3. Fußball-Liga derzeit nur schwer ein Bein zu stellen. Zumindest im heimischen Stadion ist der Aufsteiger eine Macht. Vier Heimspiele – vier Siege, lautet die Bilanz nach dem 3:0 im Nachholespiel gegen den VfL Osnabrück. Platz fünf mit 14 Punkten ist der Lohn für ein überaus engagiertes Auftreten. Der Erfolg hat vor allem einen Namen: Christian Beck.

Der Stürmer ist derzeit die Torgarantie der Magdeburger. Mit seinen zwei Treffern gegen Osnabrück schraubte er sein Konto auf sieben, nur Dynamos Justin Eilers hat einmal öfter eingenetzt. Becks 2:0 am Dienstagabend fiel zudem unter die Rubrik „Tor des Monats“. Nach einer Hereingabe von Burak Altiparmak lag der 27-Jährige in der Luft und hämmerte den Ball per Seitfallzieher ins Netz. „Dieses Tor war eins von der Sorte, die man nicht verteidigen kann“, lobte VfL-Trainer Joe Enochs zähneknirschend.

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„Ich habe noch überlegt, ob ich einen Kopfball ansetze oder etwas Verrücktes mache. Ich habe mich für das Verrückte entschieden“, beschrieb Beck seinen Kunstschuss, dem er später noch das 3:0 folgen ließ. Und er verriet: „In einem Testspiel habe ich schon mal so ein Tor gemacht, um Punkte hatte es bislang nie geklappt.“

Seit 2013 spielt Beck in Magdeburg und trifft seitdem, wie er will. Mittlerweile sind es schon mehr als 60 Pflichtspieltore, die der 27-Jährige für den 1. FCM markierte. Das war ihm auf seinen vorherigen Stationen bei seinem Heimatverein Rot-Weiß Erfurt, beim Halleschen FC, dem Torgelower SV Greif und Germania Halberstadt nicht annähernd gelungen. Seine Treffer waren in der vergangenen Saison maßgebend für den Aufstieg in Liga drei. Dort hatte man dem als Strafraum-Stürmer bekannten Kicker allerdings diese Abschluss-Quote eher nicht zugetraut. Doch der 1,96 Meter große Athlet entwickelte sich unter Trainer Jens Härtel kontinuierlich weiter und kann sich nun auch gegen beherzter zupackende Verteidiger durchsetzen. Sein aktueller Marktwert dürfte bereits über den 250 000 Euro liegen, auf die er zu Saisonbeginn taxiert worden war.

Obwohl er derzeit auf Wolke sieben schweben könnte, bleibt Beck auf dem Boden. Wer die Tore macht, so meint er erwartungsgemäß, sei völlig egal. „Natürlich freue ich mich, wenn ich treffe. Aber hier geht es nicht um mich, sondern um die Mannschaft.“ Und die harmoniert. Selbst zwei Auswärtsniederlagen hintereinander konnten daran nichts ändern. Und so wächst das Selbstvertrauen weiter. „Wir wollen am Freitag gegen den VfR Aalen wieder eine Spitzenmannschaft auf den Platz bringen“, sagte Beck. (dpa)