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Riesa

Bedarf an Blutspenden extrem hoch

Weil Kliniken wieder mehr operieren, ist die Nachfrage sprunghaft angestiegen. Das DRK sucht dringend Spender.

In einem Blutspendezentrum spendet eine Frau Blut. Die Angst vor dem Coronavirus wirkt sich vielerorts auch auf die Blutspendebereitschaft aus.
In einem Blutspendezentrum spendet eine Frau Blut. Die Angst vor dem Coronavirus wirkt sich vielerorts auch auf die Blutspendebereitschaft aus. © dpa-Zentralbild

Landkreis. Der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost sieht die Lockerungen der Corona-Einschränkungen eher mit Sorge. Hintergrund ist, dass die Spendenfrequenz nun rückläufig ist, viele Menschen kehren an den Arbeitsplatz zurück oder nutzen die Möglichkeiten, ihre Freizeit anders zu gestalten. Gelang es dank der überwältigenden Spendebereitschaft in den vergangenen acht Wochen, die Notversorgung mit Blutpräparaten zu sichern, steigt die Behandlungsfrequenz und Operationstätigkeit in den Kliniken seit wenigen Tagen wieder erheblich. Dadurch sei auch die Nachfrage an Blutkonserven extrem hoch. 

Der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost ruft in den fünf Bundesländern seines Versorgungsgebietes deshalb gesunde Menschen ab 18 Jahren zeitnah zu Blutspenden auf. Prof. Dr. med. Torsten Tonn, medizinischer Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost, äußert sich besorgt: „Wir sind an einem Wendepunkt angekommen." Die Aufhebung der einschränkenden Maßnahmen und die schnelle, stufenweise Aufnahme des Regelbetriebs in den Krankenhäusern führten aktuell zu einem sprunghaften Anstieg des Bedarfs für Blutspenden. "Deshalb rufen wir jetzt zur Blutspende auf, um schnell die Vorräte aufzustocken", so Tonn.  

Ein wichtiger Punkt ist die kurze Haltbarkeit der Blutprodukte, die zwischen fünf Wochen und fünf Tagen liegt, so dass während des Shutdowns nicht langfristige Vorräte angelegt werden konnten.

Spendenwillige sind gebeten, sich kurzfristig im Internet oder über die kostenfreie Hotline und Telefon 0800 11 94911 zu informieren und eine Terminreservierung für ihre Blutspende zu buchen. Die nächsten Termine im Landkreis Meißen sind am 15. Mai in der Volkshochschule Radebeul, am 19. Mai im Vereinshaus des TSV Merschwitz, am 22. Mai in der Schule für Erziehungshilfe in Priestewitz und im Gymnasium Coswig sowie am 28. Mai an der Oberschule Riesa-Merzdorf und am St. Afra-Gymnasium Meißen. 

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Eine weitere Herausforderung sind fehlende geeignete Räumlichkeiten. Seit Beginn der Pandemie sind langjährige Spendenorte wie Schulen, Alteneinrichtungen oder Kitas weggebrochen. Auch der Monat Mai mit drei Feiertagen beeinträchtigt das Spendenaufkommen, an Feiertagen kann nicht in gewohntem Maße entnommen werden. Der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost benötigt an jedem Werktag allein in Sachsen rund 650 Blutspenden, um die Patientenversorgung lückenlos zu gewährleisten.

Wer Blut spenden möchte, muss mindestens 18 Jahre alt und gesund sein. Spendenwillige mit Symptomen werden nicht zur Blutspende zugelassen und gebeten, nicht zu den Terminen zu erscheinen. Bei der ersten Spende sollte ein Alter von 65 nicht überschritten werden. Bis zum 73. Geburtstag ist derzeit eine Blutspende möglich, vorausgesetzt, der Gesundheitszustand lässt dies zu. Bei einer ärztlichen Voruntersuchung wird die Eignung zur Blutspende jeweils tagesaktuell geprüft. Bis zu sechs Mal innerhalb eines Jahres dürfen gesunde Männer spenden, Frauen bis zu vier Mal innerhalb von zwölf Monaten. Zwischen zwei Spenden liegen mindestens acht Wochen. Bitte zur Blutspende den Personalausweis mitbringen! (SZ/jö)

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