merken

Bedenken wegen Spende für den Bismarckturm

Dass ausgerechnet einer der Investoren für das Glasinvestgelände viel Geld gab, beunruhigt manche Stadträte.

© Symbolfoto/dpa

Von Nina Schirmer

Radebeul. Der Radebeuler Verein für Denkmalpflege und neues Bauen hat noch einmal kräftig die Spendentrommel gerührt und weitere 25 000 Euro für eine neue Treppe im Bismarckturm gesammelt. Normalerweise ist so eine Spendenannahme im Stadtrat reine Formsache. Doch dieses Mal wurden auch Bedenken geäußert. Der Grund: Knapp 12 000 Euro für den Bismarckturm stammen vom Radebeuler Bauunternehmer Peter Heil.

Sachsenbessermachen.de
Wir geben Geschichten aus Sachsen eine Bühne.
Wir geben Geschichten aus Sachsen eine Bühne.

Hinsehen, Zuhören, Lösungen finden - gemeinsam. Sachsen besser machen!

Heil ist einer der Investoren, die auf dem ehemaligen Glasinvest-Areal bauen möchten. Bisher gibt es für das Gelände keine Baugenehmigung. Peter Heil hofft, dass bis Jahresende alles geklärt werden kann und im nächsten Jahr gebaut wird. Sein Anteil an der Neubebauung sind vor allem Wohnhäuser auf dem Areal. Dass mit der Geldspende Einfluss auf Entscheidungen im Stadtrat nehmen wolle, weist der Bauunternehmer von sich.

Dass Heil nun so viel Geld für den Bismarckturm gespendet hat, hinterlässt bei manchen Stadträten ein Geschmäckle. „Ich habe ein ungutes Gefühl dabei“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Gey. Es könne der Eindruck entstehen, dass der Bauunternehmer mit seiner Spende Einfluss auf die Stadt nehmen will. Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) erwiderte, dass sich die Stadt davon nicht beeinflussen lasse. Er dankte dem Denkmalverein für die gesammelten Spenden in Höhe von insgesamt 265 000 Euro.

Andere Bedenken hat Michael Röhner von den Linken. Er befürchtet, dass die Stadt auf den Folgekosten für die Verkehrserschließung rund um den Bismarckturm sitzenbleibt. Die Stadt hatte allerdings den Wahnsdorfern und dem Denkmalverein zugesagt, die Parkplatzsituation um den Bismarckturm zu gestalten.

Schlussendlich wurde die Spende im Stadtrat bei einer Gegenstimme und vier Enthaltungen angenommen.