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Behinderte kommen nicht in Ratssaal

An diesem Umstand gibt es immer wieder Kritik. Die Stadt Altenberg will das ändern. Woran sie bislang scheitert.

© Frank Baldauf

Von Mandy Schaks

Altenberg. Bürger der Stadt Altenberg bewegt offensichtlich sehr, dass das Altenberger Rathaus nur einen eingeschränkten behindertengerechten Zugang hat. Nachdem das Problem vor wenigen Wochen schon einmal in der Bürgerfragestunde einer Stadtratssitzung angesprochen wurde, hakte zur jüngsten Tagung Stadtrat Uwe Stephan (CDU) auf Bitten von Bürgern erneut nach.

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Am Willen liegt es nicht, wie Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) erklärte. Es gibt bauliche und finanzielle Hürden. Bei älteren Gebäuden ist es oft nicht so einfach, Umbauten zu veranlassen. Menschen mit Handicap können in Altenberg zumindest das Bürgerbüro im Rathaus über den Hintereingang erreichen und ihr Anliegen loswerden. Unmöglich ist es allerdings zum Beispiel für Rollstuhlfahrer, in den Ratssaal in der ersten Etage zu kommen. Sie können so an Ratssitzungen nicht teilnehmen, aber auch nicht am kulturellen Leben.

Zwei Jahre habe die Stadt versucht, über das Förderprogramm barrierefreies Bauen „Lieblingsplätze für alle“ des Freistaates an Zuschüsse zu kommen, um Abhilfe zu schaffen, wie Kirsten erklärte. „Aber Rathäuser sind davon ausgeschlossen.“ Es gebe Überlegungen, nun vielleicht über die Rückseite des Gebäudes eine Möglichkeit zu finden, damit behinderte Menschen den Saal erreichen. Da hier Chorproben, Puppentheater usw. stattfinden, erhofft sich Kirsten eventuell Zuschüsse über die Förderung des Kulturraumes.