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Bei Leipzig läufts noch nicht rund

Nach schwacher ersten Hälfte gewann RB im DFB-Pokal noch mit 5:0. Vor dem Bundesliga-Auftakt will der Vizemeister seine Fehler abstellen – und im Cup-Wettbewerb endlich einmal weit kommen.

© dpa

Aalen. Der Leipziger Tiefpunkt in der ersten Halbzeit war in der 41. Minute erreicht. RB-Trainer Ralph Hasenhüttl rief den Mittelfeldspieler Konrad Laimer an die Seitenlinie und wechselte ihn aus. Der bereits mit Gelb verwarnte Österreicher, neben Flügelspieler Bruma der zweite Neuzugang in der Startelf des Champions-League-Teilnehmers, stand in der ersten Runde des DFB-Pokals nach mehreren Fehlern und unnötigen Fouls kurz vor dem Platzverweis – gegen den schwäbischen Fußball-Sechstligisten SF Dorfmerkingen. Auch der schwache Innenverteidiger Dayot Upamecano musste am Sonntag zur Pause raus.

„Wir waren am Anfang vielleicht ein bisschen leichtsinnig und haben Passfehler gemacht“, sagte Leipzigs dänischer Nationalspieler Yussuf Poulsen nach dem erst in der zweiten Hälfte souveränen 5:0 (1:0)-Sieg. Vor dem Auftakt in der Bundesliga am Samstag beim FC Schalke 04 müsse das Team „noch an der Konzentration arbeiten. Gegen Schalke dürfen wir uns nicht so viele Fehler leisten, sonst bekommen wir Probleme.“

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Zwar hatte Poulsen die Vorarbeit zur frühen 1:0-Führung von Marcel Sabitzer (4. Minute) geleistet, danach bot der Vizemeister bis zur Halbzeitpause aber nicht mehr allzu viel gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Amateure. Wenig Tempo und schwache Torabschlüsse prägten den Leipziger Auftritt. Zudem scheiterte Nationalstürmer Timo Werner in der schwäbischen Heimat mit einem Foulelfmeter an Dorfmerkingens Torhüter Christian Zech (25.).

Sorgen müssen sich die Fans von RB Leipzig aber wohl nicht machen. Nachdem die Mannschaft um den starken Antreiber Naby Keita in der Aalener Ostalb-Arena, wohin die Partie verlegt worden war, ihre Fehler abgestellt hatte, wesentlich schneller kombinierte und bei den Gastgebern die Kräfte nachließen, gewann sie dank eines weiteren Treffers von Sabitzer (47.) sowie Toren von Werner (56.), Poulsen (59./Handelfmeter) und Keita (65.) noch standesgemäß.

Letztlich zeigten die Sachsen die typischen Anlaufprobleme zum Beginn einer Saison. So war der „Vollgas“-Fußball, den Hasenhüttl gefordert hatte, erst nach der Pause zu sehen gewesen. Der 50-Jährige dürfte nun froh sein, dass Lukas Klostermann auf der rechten Abwehrseite nach langer Verletzungspause ein gutes Comeback feierte und die angeschlagenen Emil Forsberg, Diego Demme und Bernardo auf Schalke voraussichtlich wieder zur Verfügung stehen. Gerade mit Blick auf die anstehende Dreifachbelastung mit Bundesliga, Pokal und Champions League ist eine größere Auswahl wichtig.

Neben der Premiere in der Königsklasse wollen die Leipziger „zeigen, dass wir auch im DFB-Pokal weit kommen können“, erklärte der neue Kapitän Willi Orban. Schließlich hat es RB dort noch nie weiter als bis ins Achtelfinale geschafft - und sein Coach Hasenhüttl nun erst zum zweiten Mal in die zweite Runde. (dpa)