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Beifall in der Notaufnahme

Beim Radeberger SZ-Gesundheitsforum gab es Blicke hinter die Kulissen. Und wichtige Antworten.

© Bernd Goldammer

Von Bernd Goldammer

Radeberg. Gebraucht haben sie schon viele. Und sicher hat sich der eine oder andere hin und wieder geärgert, wenn er etwas länger warten musste, weil andere Patienten sozusagen vorgezogen wurden. Die Rede ist von der Notaufnahme in der Radeberger Asklepios-ASB Klinik. Um zu erläutern, wie die Abläufe in der Notfallversorgung des Krankenhauses sind, stand beim jüngsten SZ-Gesundheitsforum die Notaufnahme im Mittelpunkt. Und das Interesse war groß.

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Dr. Gordon Niemann, unfallchirurgischer Assistenzarzt, erläuterte dabei die Arbeit im Bereitschaftsdienst in der Notaufnahme. Er, seine Kollegen und das Team des Pflegebereichs sind dabei 24 Stunden an 365 Tagen in Sekunden reaktionsfähig. Ärzte und Pflegepersonal haben ihren Lebensalltag auf diese Erfordernisse ausgerichtet, macht er deutlich. Ein Chirurg, ein Internist, Oberärzte und ein Narkosearzt arbeiten hier mit erfahrenen Pflegekräften zusammen. „Jeder Handgriff muss sitzen“, stellt dann auch Pfleger Steve Köhler klar.

Den Medizinern stehen dabei hocheffektive Diagnostikmöglichkeiten zur Verfügung; denn es muss sehr schnell gehen. Die Patienten können in sechs Behandlungszimmern versorgt werden, auch ein Schockraum steht bereit. Auf acht Intensivplätzen kann der aktuelle Zustand der Schwerstverletzten und Erkrankten überwacht werden. Leben und Gesundheit zu retten, Verletzungen zu versorgen und dabei unerträgliche Schmerzen auszuschalten, darum geht es in der Notaufnahme. Wer das als Lebensaufgabe gewählt hat, braucht neben enormem Wissen eine schier unerschöpfliche Motivation „und ein gering ausgeprägtes Schlafbedürfnis“, beschreiben die beiden Mediziner. Und so gab es bei der Führung durch die Notaufnahme für den persönlichen Einsatz des Personals dann auch Beifall!

Engmaschige Netzwerke geknüpft

Dr. Gordon Niemann verweist zum einen auf die langjährige Erfahrung bei der Erstversorgung von Schwerkranken oder Schwerverletzten hier in Radeberg. Zum anderen macht er deutlich, dass hier engmaschige Netzwerke geknüpft sind, die die Notfallmediziner mit Fachärzten auch anderer Krankenhäuser verbinden, um eine optimale Versorgung zu garantieren.

Natürlich können – und müssen – hier in der Notaufnahme auch kleinere Verletzungen versorgt werden. Platzwunden, Sturzverletzungen, Kreislaufschwankungen und jede Menge plötzlich auftretender Erkrankungen. Wer hier arbeitet, muss mit Patienten aller Altersgruppen in erheblichen Stresssituationen umgehen können. „Und wenn sich hoher Andrang abzeichnet, wird die Reihenfolge der Behandlung nach dem Schweregrad der Erkrankung oder Verletzung festgelegt“, begründet Dr. Niemann, warum mancher Patient etwas länger warten muss. „Aber das liegt in der Natur der Notfallversorgung.“

Dass dabei die Belastungen in der Notaufnahme in den letzten Jahren immer weiter zugenommen haben, ist kein Geheimnis. Viele Patienten wollen die Mangelerscheinungen in der ambulanten Versorgung dadurch umgehen, dass sie ihre Erstbehandlung in der Notaufnahme erwirken wollen, so der Mediziner. Aber dafür seien die personellen Ressourcen einer Notaufnahme nicht ausgelegt.

Das nächste SZ-Gesundheitsforum am kommenden Montag, dem 12. März. Thema ab 18 Uhr: „Darmkrebs – was nun?“ In der Konferenzetage der Klinik wird PD Dr. Steffen Pistorius über das Thema sprechen. Eintritt frei.

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