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Gesundheit

Beim Schlaganfall zählt jede Minute

Die Gefahr, nach einem Schlaganfall zu sterben oder schwer behindert zu bleiben, wächst mit jeder Minute ohne Hilfe. Diese Symptome sind Alarmsignale:

© dpa/Arno Burgi (Symbolfoto)

Bielefeld/Baierbrunn. Bei einem Schlaganfall ist nach Worten des Neurologen Wolf-Rüdiger Schäbitz schnelle Hilfe überlebenswichtig. Die Gefahr, nach einem Schlaganfall zu sterben oder schwer behindert zu bleiben, wachse mit jeder Minute ohne Hilfe, erklärte der Chefarzt der Klinik für Neurologie am Evangelischen Klinikum Bethel in Bielefeld im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber". 

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"Wählen Sie bei Anzeichen eines Schlaganfalls sofort den Notruf 112. Lieber einmal zu oft als einmal zu wenig", empfiehlt Schäbitz. Das gelte auch dann, wenn die Symptome nach wenigen Minuten wieder abklingen würden.

Lähmungen, Sehstörungen, Probleme beim Sprechen

Die Therapiemöglichkeiten hätten sich in den vergangenen Jahren stark verbessert, erklärte der Chefarzt. Mit einem Kathetereingriff ließen sich inzwischen sogar viele besonders schwer betroffene Patienten erfolgreich behandeln. "Voraussetzung ist, dass jeder Mensch beim Verdacht schnellstmöglich eine Klinik mit einer Spezialabteilung, einer zertifizierten Stroke Unit, erreicht", betont der Experte.

Die häufigsten Anzeichen eines Schlaganfalls seien plötzliche halbseitige Lähmungen, Sehstörungen und Probleme beim Sprechen, erläutert der Arzt. Ein Schlaganfall wird durch Störungen der Blutversorgung, etwa durch Blutgerinnsel oder Gefäßverengungen, im Gehirn verursacht.

Täglich erleiden in Deutschland den Angaben zufolge rund 740 Menschen einen Schlaganfall. Faktoren, die das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen, sind unter anderem Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht und Mangel an Bewegung. (epd)