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Bekennerschreiben aufgetaucht

Nach dem Brandanschlag auf Autos der Deutschen Bahn in der Nähe des Bahnhofs Dresden-Neustadt ist im Internet ein Bekennerschreiben aufgetaucht.

© Roland Halkasch

Dresden. Einen Tag nach dem Brandanschlag auf Autos der Deutschen Bahn in Dresden ist im Internet ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Eine Anarchistische Zelle „Lambros-Viktorias Maziotis Roupas“ wirft dem Unternehmen darin Schmiergeldzahlungen nach Griechenland und in andere Länder über eine Tochterfirma vor, wie eine Sprecherin des Operativen Abwehrzentrums der Polizei Sachsen in Leipzig am Montag sagte. Das Papier werde nun geprüft. Der Verfassungsschutz geht von linksextremistischen Motiven für die Tat aus. Diktion und Begründungszusammenhang ließen auf militant-anarchistische Täter schließen, wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilte.

Fotos vom Tatort an der Hansastraße

Am Tatort ging unterdessen am Montag die Spurensuche weiter. In der Nacht zum Samstag hatten Unbekannte auf dem Gelände in der Nähe des Neustädter Bahnhofs fünf Dienstfahrzeuge - vier Autos und einen Kleinbus - in Brand gesteckt. Die Ermittler vermuteten sofort eine politisch motivierte Straftat und gezielte Aktion gegen die Deutsche Bahn, da private Fahrzeuge ohne firmentypische Kennzeichen unversehrt blieben. Die Täter konnten unerkannt flüchteten.

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Die von der Einsatzzentrale der Bahn alarmierte Feuerwehr hatte die Flammen gelöscht und damit ein Übergreifen auf angrenzende Gebäude verhindert. Der Sachschaden wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt. Die Bahn äußert sich unter Verweis auf die Ermittlungen nicht zu dem Vorfall. (dpa)