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Hoyerswerda

Bekommt Sana die Klinikums-Mehrheit?

In Hoyerswerdas Stadtrat gibt es wohl nach wie vor Bedenken zum Verkauf weiterer Anteile am Krankenhaus.

Um die Anteils-Mehrheit am Krankenhaus wird schon seit vorigem Jahr diskutiert.
Um die Anteils-Mehrheit am Krankenhaus wird schon seit vorigem Jahr diskutiert. © Gernot Menzel

Nach monatelangen Diskussionen – vorwiegend hinter verschlossenen Türen – stand nun eine Entscheidung zur Änderung der Mehrheitsverhältnisse bei der Lausitzer Seenland Klinikum GmbH an. Zumindest war das bis gestern 12.50 Uhr der Fall. 

Da bekam Hoyerswerda Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU) eine Mail aus dem CDU-Wahlkreisbüro von Landtagsmitglied und Stadtratsfraktionschef Frank Hirche. Namens der Fraktionen von CDU, Linkspartei und SPD bat er darum, den entsprechenden Beschluss von der Tagesordnung der Ratssitzung am Dienstag zu nehmen. 

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Dann sollte eigentlich darüber befunden werden, ob die Sana Kliniken AG, die das Krankenhaus seit ihrem Einstieg vor gut einem Jahrzehnt führen, der Stadt weitere zwei Prozent der Anteile abkaufen darf. Derzeit halten Sana 49 und die Stadt 51 Prozent an der Gesellschaft.

Öffentlich geworden war die Absicht zum faktischen Tausch der Mehrheitsverhältnisse im November des vergangenen Jahres. Bei einer Sitzung des Stadtrats-Verwaltungsausschusses war damals keine Mehrheit für das Ansinnen zu bekommen. Es folgte ein Workshop für die Stadträte „zur fachlichen und rechtlichen Beratung“.

Trotzdem heißt es nun, man sei noch immer nicht ausreichend informiert. Gewünscht werden zusätzliche schriftliche Ausführungen – bis Ende September. Da die drei Fraktionen zusammen eine deutliche Mehrheit erreichen, ist es wahrscheinlich, dass es auch so kommen wird.

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