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Politik

Rund 2.000 Migranten harren weiter in Belarus aus

Während die meisten der Iraker und Syrier auf die Weiterreise nach Deutschland hoffen, verlassen ein paar die Grenze zu Polen wieder in Richtung Heimat.

Rund 2.000 Migranten harren im Logistikzentrum am Kontrollpunkt "Kuznica" an der belarussisch-polnischen Grenze aus.
Rund 2.000 Migranten harren im Logistikzentrum am Kontrollpunkt "Kuznica" an der belarussisch-polnischen Grenze aus. © Maxim Guchek/BelTA/AP/dpa

Minsk. Nach mehr als zwei Wochen harren weiter rund 2.000 Migranten an der Grenze zu Polen in einem Logistikzentrum aus. Viele von ihnen hoffen noch immer auf Aufnahme in Deutschland. "Wir wollen auf keinen Fall in den Irak und bleiben, bis wir in die EU dürfen", sagte der 25-jährige Gaschtjar am Dienstag. Das Innenministerium in Minsk teilte unterdessen mit, erneut seien 118 Migranten freiwillig ausgereist und in ihre Heimat zurückgekehrt. Die freiwillige Rückführung werde fortgesetzt.

Unter den Migranten sind überwiegend Kurden aus dem Irak sowie Syrer. Einige von ihnen sprechen Deutsch oder haben Familie in Deutschland, konnten aber wegen der Pandemie zuletzt keine Visa erhalten. Die Mehrheit der Menschen bestehe auf Aufnahme in der EU, sagte der Leiter der Abteilung für Migration des Innenministeriums in Minsk, Alexej Begun, der Staatsagentur Belta zufolge.

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Niemand habe einen Flüchtlingsstatus in Belarus beantragt, sagte er. "Sie lehnen auch alle Vorschläge einer Rückkehr in ihre Heimatländer ab." Das Schicksal der Menschen wird in Zusammenarbeit mit internationalen Flüchtlingsorganisationen geklärt. Ziel sei eine Rückführung, sagte Begun. Behörden zufolge hielten sich auch Experten der EU in dem als Notunterkunft genutzten Lager in Brusgi an der polnischen Grenze auf, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hatte einen humanitären Korridor für 2.000 Migranten in die EU gefordert. Der Westen wirft ihm vor, die Migranten gezielt ins Land und an die Grenze gelockt zu haben, um die Lage in der EU zu destabilisieren. Lukaschenko, der als "Europas letzter Diktator" gilt, hatte als Vergeltung für die EU-Sanktionen gegen Belarus mehrfach betont, er werde niemanden mehr auf seinen Weg in den Westen aufhalten.

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