merken

Beobachten allein reicht nicht aus

Der Verfassungsschutz sieht eine Nähe zur Muslimbruderschaft und antisemitische Tendenzen – Peter Anderson über den Umgang mit Islamisten.

© Claudia Hübschmann

Peter Anderson

Meißen. Der Teil zu den Umtrieben der vermutlich islamistischen Sächsischen Begegnungsstätte im Verfassungsschutzbericht wird jedes Jahr länger. Das ist auch gut so. Es muss genau hingesehen werden, wenn Islamisten versuchen, in Sachsen Fuß zu fassen.

TOP Deals
TOP Deals
TOP Deals

Die besten Angebote und Rabatte von Händlern aus unserer Region – ganz egal ob Möbel, Technik oder Sportbedarf – schnell sein und sparen!

Mit Hinsehen allein kann es allerdings nicht getan sein. In einem Interview mit der SZ riet der Wissenschaftler Yunus Ulusoy vom Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung an der Universität Duisburg-Essen ausdrücklich dazu, von Seiten der Stadt und Bürgerschaft selbst den Kontakt zu suchen. Das sollte aus seiner Sicht in einer offenen und selbstbewussten Art und Weise geschehen. Es gehe darum, zu schauen, wer in dem Verein oder islamischen Zentrum aktiv sei, welche Ziele die führenden Köpfe sowie Mitglieder verfolgten und welche Möglichkeiten existierten, Einfluss zu nehmen, so Ulusoy.

Warum also werden die Muslime nicht einmal zu einer Stadtführung eingeladen? Warum meldet sich nicht eine kleine Delegation des Stadtrates bei ihnen an? Warum kündigt sich kein Politiker zum gemeinsamen Fastenbrechen an, wie dies andernorts geschieht? Warum werden solche Versuche nicht vom Bund mit Beratern und Geld unterstützt?

Weiterführende Artikel

Vorwürfe gegen Begegnungsstätte

Vorwürfe gegen Begegnungsstätte

Der Verfassungsschutz sieht eine Nähe zur Muslimbruderschaft und antisemitische Tendenzen.

Mag sein, dass dieses Unterfangen letztlich scheitert. Wenigstens müsste man sich dann allerdings nicht vorwerfen lassen, tatenlos zugeschaut zu haben, wie sich über Jahre hinweg eine gefährliche Parallelgesellschaft herausgebildet hat.

E-Mail an Peter Anderson