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Bepflanzung gegen Hochwasser

Arbeiten auf einer Ackerfläche in Korbitz werden nicht gefördert. Deshalb zahlt die Stadt selbst.

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© SZ-Archiv/C. Hübschmann

Meißen. Eine außerplanmäßige Ausgabe in Höhe von 55 000 Euro will die Stadtverwaltung in den aktuellen Haushalt einplanen. Stimmt der Verwaltungsausschuss zu, dann sollen mit dem Geld Gehölzpflanzungen in Korbitz finanziert werden. Möglich werden die Ausgaben durch Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer. Konkret handelt es sich um die Bepflanzung des 2015 mit einem Wall und einer Böschungsmulde angelegten, etwa zehn Meter breiten Gehölzstreifens entlang der Korbitzer Straße. Derzeit wird das Grundstück ackerbaulich genutzt.

Bei starkem Regen im Mai 2014 war die damals ausgeräumte Landschaft Ursache für die Schäden in Korbitz, am Bachlauf in der Ochsendrehe bis hinab ins Triebischtal. Mittels Bepflanzung soll nun mit der Umgestaltung der landwirtschaftlichen Nutzfläche begonnen werden, um künftig größere Schäden zu vermeiden. Da ein Antrag der Stadt auf Förderung beim Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie unberücksichtigt blieb, handelt die Stadt jetzt selbst – denn: Die Bepflanzung des Streifens ist zwingende Voraussetzung dafür, dass dieser eine hochwasserpräventive Wirkung entwickeln kann. (SZ/mhe)