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Bequemer zum Ziel

Acht Standorte für Hinweisschilder sind geplant. Hotels und Gaststätten bleiben aber zunächst außen vor.

© André Braun

Von Heike Heisig

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Roßwein. Ab Herbst sollen sich Besucher in der Stadt besser zurechtfinden. Denn nicht jeder kennt den Weg zur neuen Stadtsporthalle. Deshalb bereitet die Kommune gerade die innerstädtische Ausschilderung vor. „Die ist schon lange Thema. Wir wollten sie aber erst umsetzen, wenn die Staatsstraßen fertig sind. Nun ist es soweit“, sagte Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) im Zukunftsforum. Den dort mitarbeitenden Ehrenamtlichen stellte der Rathauschef die Beschilderungspläne vor. Die seien mit dem Technischen Ausschuss schon besprochen. Letztlich bedürfe es noch der Zustimmung der Stadträte, um den Auftrag für die Beschaffung der Schilder auszulösen.

Weil jedes einzelne Schild und jeder Buchstabe Geld kosten, soll davon abgesehen werden, auch Gaststätten und Hotels zu benennen. Zunächst vertrat der Bürgermeister die Meinung, dass es nur anders sein kann, wenn der Gastwirt dafür selbst die Kosten trägt. Im Laufe der Diskussion kam allerdings der Vorschlag, sich zugunsten der Übersichtlichkeit auf Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten zu beschränken. „Doch Gaststätten gehören auch zu unserer Stadt“, sagten Eberhard Hall und Gerald Voland übereinstimmend. Daher favorisierte die Runde, die Möglichkeiten zur Einkehr auf einem Stadtplan zu vermerken und den an zentraler Stelle auszuhängen. Am Markt gibt es beispielsweise eine Schautafel, in der Einheimische und Besucher Hinweise finden. So könne bei Bedarf auch reagiert und geändert werden, wenn Gaststätten schließen oder neue öffnen.

Laut dem Bürgermeister haben sich Verwaltung und Ausschuss auf acht innerstädtische Standorte verständigt, an denen es Hinweisschilder geben soll. Das wären die Kreuzungen Obere Weinbergstraße/Döbelner Straße, Döbelner-/Poststraße, am Markt, die Dresdener Straße/Einmündung Brückenplatz, die Lommatzscher Straße, die Herrmann- sowie die Dresdener-/Ecke Döbelner Straße.

Auch über das, was auf den Schildern zu lesen sein wird, gibt es schon konkrete Vorstellungen. Dem Bürgermeister zufolge soll es keine zusätzlichen Hinweise zum Beispiel auf das Gewerbegebiet geben, weil das schon überörtlich passiert. „Auch wollen wir darauf verzichten, den Marktplatz auszuschildern. Wer durch Roßwein läuft, kommt unweigerlich dahin“, so Lindner.

Schilder soll es dagegen zu folgenden Örtlichkeiten geben: Stadtsporthalle und Stadion Haßlauer Straße, Festplatz, Heimatmuseum, Kamelienhaus, Freibad, Segen Gottes Erbstolln, Feuerwehrmuseum und Haus der Tuchmacherinnung mit Dampfmaschinen. Darüber hinaus erscheint es der Stadtverwaltung sinnvoll, auf den Friedhof, aber auch den Radweg, Hartenbergwald oder den Zweiniger Grund hinzuweisen. Touristische Ziele sollen, wie es allgemein üblich ist, auf einem braunen Schild stehen. Ob es sinnvoll ist, den Aquarien- und Terrarienverein „Osiris“ zu berücksichtigen, das will Vorsitzender Robby Riedel mit seinen Mitstreiter noch einmal besprechen. Denn: „Die meiste Zeit sind unsere Räume für die Öffentlichkeit nicht zugänglich“, erklärte der Vorsitzende. Demnach dürfte derjenige enttäuscht werden, der einer möglichen Ausschilderung spontan folgt und dann vor verschlossener Tür steht. Auf den zweifelsohne attraktiven Spielplatz „Rösser im Schilf“ soll es in diesem Zug keinen Hinweis geben.

Die Standorte für die Ausschilderung sind nach den Worten des Bürgermeisters mit überörtlichen Behörden abzustimmen. Für die meisten Schilder seien ordentliche Fundamente nötig. Dabei müsse auf die Statik geachtet werden.