merken

Bereit für die Riesenumleitung?

Im Sommer wird die Straße zwischen Neustadt und Sebnitz saniert. Das bedeutet: sechs Wochen lang Umweg fahren.

© Symbolfoto: Archiv SZ

Von Nancy Riegel

Genieß‘ die Heimat mit Oppacher!

Im grünen Herzen des waldreichen Landschaftsschutzgebietes Oberlausitzer Bergland sprudelt ein ganz besonderer Schatz: Oppacher Mineralwasser, das überall dort zu Hause ist, wo Menschen ihre Heimat genießen.

Neustadt. Es ist noch ein ganzes Stück hin, bis Bauarbeiter an der S 154 zwischen Neustadt und Sebnitz anrücken. In den Sommerferien ist die Straßensanierung vom Ortsausgang Neustadt bis nach der Ungerkurve geplant. Doch schon jetzt stellen sich die Städte und vor allem die ansässigen Unternehmen darauf ein. Denn die offizielle Umleitung bedeutet einen großen Umweg, den Autofahrer einplanen müssen.

Anlass für die sechswöchige Umleitung ist die Erneuerung der Straßendecke, die in zwei Abschnitten realisiert wird. Vom 2. bis zum 21. Juli wird zunächst der Abschnitt von der Einfahrt zur Kirschallee bis kurz nach der Ungerkurve erneuert. Die Stadt hatte sich dafür eingesetzt, hier zu beginnen, damit der Wohnmobilhersteller Capron sich weiterhin über das Gewerbegebiet beliefern lassen kann. Erst danach, vom 23. Juli bis zum 10. August, wird der Abschnitt zwischen Ortsausgang Langburkersdorf und Einfahrt Kirschallee aufgerissen. „Dann sind in dem Unternehmen Betriebsferien, sodass die Vollsperrung am Ortsausgang zumindest für Capron kein großes Problem mehr darstellt“, sagt Neustadts Bauamtsleiter Michael Schmidt. Da trotz der Betriebsferien noch einige Lieferfahrzeuge zu Capron fahren werden, muss die Anlieferung dann über die Berghausstraße erfolgen. Eventuell wird die Straße deshalb in dieser Zeit zur Einbahnstraße gemacht, informiert Schmidt.

Mit der Sanierung der S 154 soll vor allem auch die Ungerkurve, in der es in der Vergangenheit öfter Unfälle mit Blech- und Personenschaden gab, entschärft werden. Unter anderem wolle man die Fahrbahn-Neigung in der Kurve verändern, heißt es aus dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Die Biegung soll nach der Maßnahme also sicherer sein.

Sicher ist schon jetzt, dass die notwendige Vollsperrung von sechs Wochen eine weiträumige Umleitung erforderlich macht. Offiziell müssen Autofahrer dann von Neustadt aus über Ehrenberg, Lohsdorf und Ulbersdorf nach Sebnitz fahren. Das bedeutet eine Fahrzeit von rund 30 Minuten und damit doppelt so viel wie normalerweise. Erwartungsgemäß werden sich viele Einheimische wohl nicht an diesen Umweg gewöhnen wollen und stattdessen durch Krumhermsdorf und Schönbach abkürzen. Die Kommunen wollen das eigentlich vermeiden – wegen der engen Straße in den beiden Dörfern und der Lärm- und Verkehrsbelastung für die Anwohner.