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Bergrettung mit Hindernissen

Zweimal musste die Bergwacht am Dienstag ausrücken. Ein technischer Defekt am Helikopter sorgte allerdings für Probleme.

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Per Seilwinde wurde eine 19-Jährige aus den Affensteinen abgeseilt.
Per Seilwinde wurde eine 19-Jährige aus den Affensteinen abgeseilt. © Marko Förster

Gleich zu zwei Einsätzen wurde die Bergwacht von Bad Schandau und Sebnitz am Dienstag gerufen. Zuerst verletzte sich ein Mann beim Klettern am Felsen der „Lok“ im Rathener Gebiet. Er war den Alten Weg geklettert. In knapp 15 Meter Höhe verletzte er sich am Knie und kam nicht mehr vor und nicht mehr zurück. Daraufhin wurde die Bergwacht gerufen.

Die Kameraden kletterten nach oben und seilten den Mann zum Wandfuß ab. Danach wurde er durch das steile Gelände zum Rettungswagen transportiert und kam in ein Krankenhaus. Noch während der Rettungsarbeiten kam der nächste Notruf, dass eine junge Frau in den Affensteinen verunglückt sei. 

Die 19-Jährige hat sich an den Zerborstene Türmen bei einem Sprung von einem Felsblock am  Fuß verletzt. Daraufhin eilte ein Teil der Bergretter zu der Verunglückten. Aufgrund des unwegsamen Geländes und zur schnelleren Rettung der 19-Jährigen wurde ein Rettungshubschrauber angefordert. Da der Hubschrauber aus Bautzen nicht verfügbar war, kam ein Rettungshubschrauber der Bundeswehr aus Holzdorf in Sachsen-Anhalt zum Einsatz der nach gut 45 Minuten vor Ort war. 

Bei der Rettung der Patientin gab es an der Maschine allerdings einen technischen Defekt am Motor des Helikopters. Deshalb flog der Hubschrauber zurück zur Wildwiese und blieb dort am Boden. Es musste überprüft werden, ob das Fluggerät wieder starten kann oder ob die 19-Jährige auf dem Landweg abtransportiert werden muss. 

Der Rettungshubschrauber Christoph 62, der nun wieder frei war, kam nun zum Einsatz. Er flog an einer Winde zusammen mit einem Luftretter die Patientin von den Affensteinen auf die Wildwiese. Dort wurde die verletzte Urlauberin in dem Rettungswagen vom DRK Sebnitz umgeladen und wurde in die Sebnitzer Klinik gebracht. Wann die Maschine der Bundeswehr wieder abhebt wird am Mittwoch geklärt. Bis dahin wird sie über Nacht bewacht. Im Einsatz war die Bergwacht Bad Schandau und Sebnitz mit neun Kameraden.

Der aus Holzdorf angeforderte Helikopter blieb mit Motorschaden auf der Wiese stehen.
Der aus Holzdorf angeforderte Helikopter blieb mit Motorschaden auf der Wiese stehen. © Marko Förster