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Bergverein ist jetzt offiziell Gipfel-Chef

Die Keulenbergfreunde von Oberlichtenau erhalten einen Nutzungsvertrag für einen Teil des Berggipfels.

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Blick auf den Obelisken auf dem Gipfel des Keulenberges.
Blick auf den Obelisken auf dem Gipfel des Keulenberges. © Matthias Schumann

Pulsnitz. Seit etwa einem Jahr gibt es den neuen Keulenbergverein: die Heimatfreunde-Keulenberg. Die haben schon einiges auf dem Gipfel für die Besucher hergerichtet, wollen wieder mehr touristisches Leben auf den Berg bringen und dafür auch investieren. Jetzt gibt es einen offiziellen Nutzungsvertrag mit der Stadt als Eigentümerin des Areals um den Aussichtsturm mit dem Imbiss. Der Stadtrat stimmte dem Vertragswerk in seiner Sitzung am Montag zu. Der Nutzungsvertrag ist für den Verein die Arbeitsgrundlage. Das Papier regele finanzielle- und Haftungsfragen sowie Nutzungsmöglichkeiten, heißt es. Ebenso spielt die Unterstützung der Stadt durch Material und den städtischen Bauhof eine Rolle. Der ist bisher bei der Pflege in der Pflicht und würde letztlich entlastet. Miserabel sei die Erschließung der städtischen Seite des Areals, räumte die Stadt ein. So soll sich der Bauhof um die Abwasserentsorgung kümmern.

Manchem Stadtrat geht die Unterstützung durch die Kommune angesichts der Kassenlage zu weit. Andere Räte sehen eher die Entlastung der Stadt. Die könne froh sein, dass sich ein Verein gefunden hat, der etwas auf dem Berg voranbringen will. Zur Debatte stand auch die marode Natursteinmauer mit dem Wanderweg zur Ruine als Gipfelsehenswürdigkeit. Dabei geht es um 18 000 Euro, davon 70 Prozent Fördermittel. Auf die will sich die Stadt die Chance wahren und nahm den Posten prophylaktisch in den Entwurf für den aktuellen Haushalt auf. Allerdings mit Einschränkung: Der Beschluss halte der Stadt die Option auf Fördergeld offen, obwohl es noch keinen gültigen Haushalt gibt. Offen sei, ob die Stadt tatsächlich bauen werde. Gleiches gilt für zwei weitere Investitionen: Das sind die Erweiterung des Horts in Oberlichtenau und Sanierungsarbeiten am Bienenmuseum. Am wahrscheinlichsten sei noch die Horterweiterung, weil es sich bei der Kinderbetreuung um eine Pflichtaufgabe der Kommune handele. (SZ/ha)