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Bergwacht im Dauerstress

Über Ostern absolvierten die ehrenamtlichen Kameraden aus Bad Schandau sechs Rettungseinsätze. Auch der Helikopter musste ins Elbsandsteingebiet fliegen.

© Archivfoto: Marko Förster

Bad Schandau. An den vier Tagen über Ostern waren die Kameraden der Bergwacht Bad Schandau sechsmal im Rettungseinsatz.

Am Gründonnerstag wurden die Kameraden zu zwei verunglückten Urlaubern zur Heiligen Stiege und auf den Schrammsteinweg gerufen. Gegen Mittags ging bei den Rettern der Einsatzalarm ein. Eine 40-jährige Urlauberin hatte die Stiege“ bei Schmilka erklommen und sich beim Sprung über eine kleine Spalte – sie wollte fotografieren – das Knie verletzt. Eine halbe Stunde später konnten die Bergretter ihr lädiertes Knie schienen und mit Unterstützung des Rettungshubschraubers „Christoph 62“ mit der Winde vom Unfallort retten.

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Auf dem Rückweg zur Wache wurden die Kameraden erneut alarmiert. Unweit vom ersten Einsatzort, im Zustieg zum Carolafelsen, hatte sich ein 29-jähriger Urlauber das Sprunggelenk gebrochen. Dank des kurzen Anmarschs war eine schnelle Versorgung möglich. Nachdem der Rettungshubschrauber wieder frei war, wurde auch dieser Verunglückte mittels Winde vom Unfallort gerettet.

Am nächsten Tag, am Karfreitag, ging es für die Retter nach Pötzscha bzw. Naundorf zum Rauensteinweg. Die Leitstelle Dresden alarmierte die Kameraden aus Bad Schandau, weil sich eine 58-jährige Frau auf einem schlammigen Wegstück das Sprunggelenk verletzt hatte. Sie kam vom Rauenstein und wollte weiter nach Wehlen, als sie sich auf dem rutschigen Untergrund die Verletzung zuzog. Mit dem geländegängigen Bergwachtfahrzeug war es möglich, bis zum Unfallort zu gelangen. Dort unterstütze die Bergwacht den Rettungsdienst bei der Versorgung der Verunglückten. Danach wurde sie im Geländewagen nach Weißig abtransportiert, wo eine unkomplizierte Umlagerung in den Rettungswagen möglich war.

Am Sonntag wurden die Bergwachtkameraden zur Tragehilfe für den Rettungsdienst nach Naundorf bei Struppen gerufen. Auf dem Malerweg war ein 55 Jahre alter Wanderer vom Rettungsdienst bereits reanimiert worden. Die Aufgabe der Bergwacht sollte es sein, den Patienten vom Notfallort zum Rettungswagen zu transportieren. Leider waren die Bemühungen des Rettungsdienstes, den Mann zurück ins Leben zu holen, ohne Erfolg, sodass die Bergretter den Einsatz abbrachen.

Am Ostermontag ging es für die Retter wieder zu zwei Einsätzen ins Schrammsteingebiet bei Bad Schandau. Ein 39-Jähriger brauchte die Hilfe der Bergwacht von Bad Schandau. Er war zur Schrammsteinaussicht hinaufgestiegen und wollte kurz unter der Aussicht Fotos machen. Dabei bekam er Knieprobleme, sodass er nicht mehr weiterwandern konnte. Die Kameraden stiegen zu dem Verletzten auf und schienten das Knie, bereiteten ihn für den Abtransport mit dem Rettungshubschrauber vor und retteten den Patienten mit der Winde des Rettungshubschraubers. Dieser flog den Patienten dann in ein Dresdner Krankenhaus.

Zeitgleich zu dem vorherigen Einsatz hatte ein 15-Jähriger in der Nähe der Breiten-Kluft-Aussicht ein Geländer bestiegen und war abgestürzt. Bei dem Sturz hatte er sich eine Knieverletzung zugezogen, er konnte nicht weiterlaufen. Die Retter teilten sich auf und entsendeten die Quad-Besatzung zu dem Patienten. Bei dem Einsatz wurden die Retter von weiteren Kameraden unterstützt, die zufällig in der Nähe waren. Das Knie des Jungen wurde geschient. Mit dem Quad brachten ihn die Kameraden bis zum Übergabepunkt, wo der Rettungsdienst ihn übernahm und in ein Krankenhaus brachte. (mf, Bergwacht Bad Schandau)