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Berliner stehen auf Probewohnen

Fast 200 Menschen lebten seit Oktober für je eine Woche in Görlitz. In nächster Zeit folgen aber nicht mehr allzu viele.

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© Pawel Sosnowski/80studio.net

Von Ingo Kramer

Görlitz. Genau 187 Personen haben von Oktober bis Ende Mai das Angebot des städtischen Großvermieters Kommwohnen und des Leibniz-Institutes für ökologische Raumentwicklung aus Dresden genutzt, beim Probewohnen für eine Woche in der Altstadt zu leben. „Am Häufigsten vertreten waren Berlin, Sachsen und Nordrhein-Westfalen mit je 33 Bewohnern“, sagt Lisa Gutjahr von Kommwohnen. Auch aus dem Ausland reisten Probewohner an: Aus Polen, den Niederlanden, Alaska und Arizona.

Insgesamt haben 94 Haushalte das Angebot genutzt, darunter 48 Paare, 20 Familien mit Kindern und 26 allein reisende Personen. Über 60 Prozent der Haushalte gehörten zur Altersklasse 56 bis 75 Jahre. Die unter 35-Jährigen waren eher selten vertreten. Besonders freut sich Lisa Gutjahr über die vielen netten Rückmeldungen von Probewohnern. Einer schrieb: „Ich bin gestern nach einer spannenden Woche in Görlitz nach Berlin zurückgekehrt. Ich habe mich sehr, sehr wohl gefühlt und möchte mich ganz herzlich für die tolle Möglichkeit, Görlitz zu „testen“, bedanken! Ich habe die Stadt wieder, aber auch ganz neu entdeckt und ziehe ernsthaft in Erwägung, mich in Görlitz niederzulassen.“

Eine detaillierte Auswertung der Ergebnisse soll Ende Juli vorliegen. Von Juni bis Ende Oktober läuft das Probewohnen auf Sparflamme weiter: Nur mit einer statt drei Wohnungen in der Schwarzen Straße. In dieser Zeit kommen 28 Haushalte, davon 27 aus Deutschland und einer aus Polen.