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Arbeit und Bildung

Berufliche Weiterbildung 

Deshalb ist Personalentwicklung so wichtig.

Immer neues Wissen, immer neue Anforderungen: Die Arbeitswelt verändert sich schnell, für viele zu schnell.
Immer neues Wissen, immer neue Anforderungen: Die Arbeitswelt verändert sich schnell, für viele zu schnell. © © unsplash.com

Um mit den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt Schritt zu halten und die Chancen auf den beruflichen Aufstieg zu verbessern, wird das Erwerbsleben vom Lebenslangen Lernen begleitet – doch auch für Arbeitgeber lohnt es sich, Mitarbeiter zu fordern und zu fördern.

Die Arbeitswelten von heute befinden sich im Wandel: Automatisierung, Digitalisierung und globale Vernetzung sind nur einige der Faktoren, die sich auf den beruflichen Alltag vieler Arbeitnehmer in erheblichem Maße auswirken. Gleichzeitig verändern sich aber auch die Ansprüche der Erwerbstätigen an ihre Arbeitsplätze, wie eine Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales schon vor einigen Jahren belegen konnte.

Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint

Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Es geht dabei um faire Bezahlung und Sicherheit im Job, genauso wie um Flexibilität und das soziale Miteinander. Es geht auch zunehmend darum, im Betrieb ein Umfeld vorzufinden, das Selbstverwirklichung und Weiterentwicklung ermöglicht. Neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen, die seit vergangenem Jahr beispielsweise in Form eines Gesetzesentwurfs für Bildungsurlaub in Sachsen diskutiert werden, fällt dieses Thema in die Aufgabenfelder der Arbeitgeber – mit richtigem Personalmanagement profitieren diese gleich in mehrfacher Hinsicht.

Was sich Arbeitnehmer wünschen

Der Blick auf die Arbeitswelt hat sich in den vergangenen Jahren von Seiten der Arbeitnehmer deutlich geändert. So ist Geld zwar immer noch ein wichtiger Faktor, allerdings spielen längst sehr unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse von Seiten der Mitarbeiter eine große Rolle. Oft genug sind immateriell: Individuelle Wahrnehmung, Wertschätzung und Anerkennung gehören etwa genauso dazu wie die Atmosphäre am Arbeitsplatz und das Miteinander mit Kollegen und Führungskräften.

Laut Umfragen ändern sich die Bedürfnisse von Arbeitnehmern zudem, je länger ein Mitarbeiter im Unternehmen tätig ist. Wer neu in einem Betrieb einsteigt, wünscht sich meist ein angenehmes Arbeitsklima und legt den Fokus auf die Rolle im Team. Mit längerer Beschäftigungsdauer rücken andere Aspekte in den Vordergrund: Wie ist es um meine Aufstiegschancen bestellt? Welche Möglichkeiten habe ich, um Arbeit und Privatleben in Einklang zu bringen? Wie kann ich mich beruflich weiterentwickeln?

Was Arbeitgeber tun können

Ungeachtet der Wichtigkeit der genannten Faktoren kommt der Möglichkeit, im Betrieb die Möglichkeiten für Weiter- und Fortbildungen zu erhalten, eine immer größere Bedeutung zu. Dabei geht es nicht allein darum, den Mitarbeitern Aufstiegsmöglichkeiten zu bieten oder zu ihrer weiteren beruflichen Qualifikation beizutragen.

Vielmehr ist die Förderung der Mitarbeiter ein grundlegendes Mittel, damit diese den Anforderungen der Arbeitswelt mit aller notwendigen Kompetenz begegnen können. Innerhalb des Personalmanagements fällt diese Aufgabe in den Bereich der Personalentwicklung, die die Basis der strategischen Weiterentwicklung von Unternehmen darstellt – und zwar auf verschiedenen betrieblichen Ebenen.

Sie umfasst nicht allein die unterschiedlichen Maßnahmen, mit denen Mitarbeiter weitergebildet werden können, sondern beinhaltet auch die Frage, welchem Mitarbeiter zu welchem Zeitpunkt welche Maßnahme am besten weiterhilft.

Darüber hinaus müssen sich Arbeitgeber auch Gedanken dazu machen, wie sie neues Wissen und neue Kompetenzen vermitteln. Beim Mitarbeitercoaching kommt Führungskräften eine zentrale Rolle zu, selbst wenn sie nicht unmittelbar als Mentoren wirken.

Warum Personalentwicklung so wichtig ist

Abgesehen davon, dass mit den Maßnahmen der Personalentwicklung sichergestellt werden kann, dass Mitarbeiter die bestmöglichen Voraussetzungen für das lebenslange Lernen vorfinden, profitiert selbstverständlich auch das Unternehmen:

• Internes Know-How aufzubauen und fortlaufend auf den neuesten Stand zu bringen, kann sich als Vorteil gegenüber Wettbewerbern erweisen – die Mitarbeiter erlernen neue Kompetenzen schneller, können diese entsprechend schneller in die alltägliche Praxis einbringen und verschiedenste Prozesse innerhalb des Betriebs verbessern.

• Bessere Personalentwicklung bedeutet höhere Mitarbeiterzufriedenheit und -motivation. Denn sie erhalten die Möglichkeit, als Fachkräfte ihre Kompetenzen zu erweitern bzw. als Führungskräfte aufgebaut zu werden. Wichtiger Nebeneffekt: Das macht Unternehmen als Arbeitgeber attraktiver und sorgt für eine bessere – d.h. langfristigere – Bindung der Mitarbeiter an den Betrieb.

• Die Personalentwicklung trägt außerdem erheblich dazu bei, die Mitarbeiterfluktuation zu reduzieren. Zufriedene und motivierte Angestellte, die sich in ihren Bedürfnissen und Wünschen ernstgenommen fühlen und langfristige Perspektiven aufgezeigt bekommen, haben keinen Grund für einen Wechsel des Arbeitgebers. Kümmern die sich in Sachen Weiter- und Fortbildung hingegen um ihre Mitarbeiter, können gleichzeitig Kosten für aufwendiges Recruiting eingespart werden.

Die freigewordenen finanziellen Ressourcen können stattdessen in die Weiterbildung investiert werden. Darüber hinaus stehen verschiedene Förderungen für Arbeitgeber zur Verfügung, um geplante Maßnahmen einfacher realisieren zu können.

Zusammen Neues lernen, das wünschen sich viele Arbeitnehmer von ihren Chefs. 
Zusammen Neues lernen, das wünschen sich viele Arbeitnehmer von ihren Chefs.  © © unsplash.com

Strategische Personalentwicklung – Weiterbildung mit Voraussicht

Die besten Maßnahmen, um die Mitarbeiter in ihren fachlichen und sozialen Kompetenzen zu fördern, führen nicht zum Erfolg, wenn sie zu kurz gedacht werden. Die Personalentwicklung beinhaltet nämlich nicht allein eine Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse, mit der aktuelle Stärken und Schwächen aufgezeigt werden können.

Damit ein Unternehmen strategisch bestmöglich für die Zukunft aufgestellt ist, müssen aus diesen Momentaufnahmen die richtigen Schlüsse für langfristige Planung abgeleitet werden. Deshalb muss u.a. berücksichtigt werden,

• welche Mitarbeiter in absehbarer Zeit den Betrieb in Richtung Rente verlassen, welches Know-how mit ihnen verloren geht und wer die entstehenden Lücken füllen kann bzw. soll.

• wie das Unternehmen mit längeren Abwesenheiten – wegen Krankheiten, Schwangerschaft, Elternzeit etc. – von Mitarbeitern umgeht und wie diese kompensiert werden können.

• welche Kompetenzen zukünftig besonders gefragt sein werden bzw. ob diese Kompetenzen in ausreichendem Maß im Unternehmen vorhanden sind – oder ob hier im Rahmen der Personalentwicklung Handlungsbedarf besteht.

Aus diesen Fragen lassen sich Rückschlüsse für die gezielte Förderung jedes Mitarbeiters ziehen. Im Idealfall werden diese direkt und persönlich in die Analyse einbezogen, um so besser auf individuelle Bedürfnisse eingehen zu können. Damit legen Arbeitgeber den Grundstein dafür, ihren Betrieb langfristig und nachhaltig auf die Zukunft einzustellen.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur P. Engel.