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Arbeit und Bildung

Beruflicher Aufstieg durch ein Studium?

Ein Masterstudienabschluss steht als höherer Studienabschluss im Allgemeinen.

© Pixabay

Aber führt das auch automatisch zu dem beruflichen Aufstieg, den sich dadurch viele erhoffen? Was braucht es überhaupt, um einen Master zu machen? Wo klappt das berufsbegleitend und was kann man studieren? 

Lohnt sich ein Masterstudium berufsbegleitend überhaupt?

Nicht immer. Es kommt stark auf die Branche bzw. den Abschluss und letztlich auf die eigene Person an. Gegenüber einer Ausbildung lohnt sich in den technischen Studiengängen ein Master praktisch immer – manchmal früher und in der IT z.B. etwas später. Dasselbe gilt auch in wirtschaftswissenschaftlichen, pädagogischen oder sozialwissenschaftlichen Studiengängen. Wer eine Grundlagenwissenschaft studiert, der sollte hingegen den Master überwinden und einen Doktor machen um überhaupt in eine Position guter beruflicher Aussichten zu kommen. Grundsätzlich aber lässt sich ein Masterabschluss mit mehr Gehalt und damit auch mit mehr Erfolg in Verbindung bringen. Man erhält quasi ein Werkzeug, um sich in höhere Positionen zu begeben – was nicht heißt, dass es automatisch funktioniert.

Voraussetzungen für ein Masterstudium

Für die Zulassung zu einem Masterstudienplatz und damit für die Immatrikulation an einer Hochschule/Universität ist es notwendig, die Zulassungsvoraussetzungen zu erfüllen. Bei einem Masterstudium – berufsbegleitend oder nicht - ist das immer ein Bachelorabschluss, idealerweise in derselben oder einer ähnlichen Fachrichtung. Die genauen Voraussetzungen variieren von Hochschule zu Hochschule.

Masterstudium – wo und wie klappt das berufsbegleitend?

Viele Fernunis und Fernhochschulen bieten ebenso wie wenige Präsenzhochschulen die Möglichkeit, den Master berufsbegleitend zu studieren. Bei ersteren gibt es beruflich prinzipiell keine Einschränkungen, bei geforderter Präsenz wiederum ist oft nur eine halbe berufliche Stelle drin. Den angesehensten Abschluss erhalten Sie an einer öffentlichen Universität wie beispielsweise bei der FernUni Hagen. Allerdings ist das Studienangebot gerade aus technischer Sicht dort stark begrenzt (Informatik und Praktische Informatik). Private Hochschulen in ganz Deutschland bieten eine Vielzahl weiterer Studiengänge, dafür ist dies mit höheren Kosten verbunden.

Förderung, Finanzierung

Die Kosten für das Masterstudium sind geringer als für ein Bachelorstudium, einfach auf Grund der Tatsache, dass es nicht so lange dauert und es weniger ECTS bzw. Arbeitsaufwand bedarf. Bei einer öffentlichen Universität liegen die Grundkosten bei wenigen hundert Euro. Bei FernUnis ist es etwas mehr, ca. 1000 bis 1500 Euro. Bei privaten Hochschulen kann der Abschluss hingegen einige Tausend Euro kosten. Doch es gibt Möglichkeiten der Förderung, beispielsweise über BaföG oder über den Arbeitgeber. 

Ablauf

Wer sich für ein berufsbegleitendes Masterstudium entscheidet und nebenher in Vollzeit arbeitet, wird das Studium üblicherweise in Teilzeit oder geringer absolvieren. Damit braucht man insgesamt etwa 3-4 Jahre. In Vollzeit sind es ca. 2 Jahre. Der Ablauf ist bei allen Hochschulen ähnlich: Entsprechend der Prüfungsordnung werden Fächer belegt, teilweise gibt es Pflicht-, teilweise Wahlfächer. In einem bestimmten Rhythmus werden Unterlagen verschickt oder freigeschalten, die meisten Unis bieten dafür entsprechende Online-Portale an. Der Stoff und die Aufgaben werden bis zur Prüfung durchgearbeitet. Mit der Prüfung schließt ein Modul ab, mit mehreren Modulen und der Masterarbeit schließt am Ende wiederum der Masterstudiengang ab. Sodann hat man einen Masterabschluss bzw. einen M. Sc., M. A., M. Eng. oder ähnliches und darf sich fortan damit auf Jobsuche begeben.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur S. Mehnert.