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Zittau gedenkt Kriegsende vor 75 Jahren

Die Stadt wird eine Gedenkfeier mit Hradek, Bogatynia und den Kirchgemeinden organisieren, um an die Befreiung vom Faschismus zu erinnern.

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Oberbürgermeister Thomas Zenker legte am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am Mahnmal einen Kranz nieder.
Oberbürgermeister Thomas Zenker legte am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am Mahnmal einen Kranz nieder. © Matthias Weber/photoweber.de

Der Zittauer Oberbürgermeister wird für den 8. Mai eine "angemessene öffentliche Gedenkveranstaltung unter Einbeziehung von Vertretern der Partnerstädte Bogatynia (Polen) und Hradek nad Nisou (Tschechien) sowie nach Möglichkeit der Kirchgemeinden  organisieren." Diesen Auftrag hat der Stadtchef am Donnerstagabend auf Antrag der Linken vom Stadtrat bekommen, ohne Gegenstimmen, aber mit einigen Enthaltungen. Der OB selber befürwortete den Antrag.

Anlass ist der 75. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des 2. Weltkrieges in diesem Jahr. "Wir sind dankbar, dass der Stadtrat dieses wichtige Anliegen mitträgt", teilte Jens Hentschel-Thöricht, Fraktionschef der Linken, nach der Sitzung mit. "Nun wird auch in Zittau an die Befreiung von nationalsozialistischer Herrschaft, von Völkermord und vom Grauen des Krieges in offizieller Form gedacht. Es wird an die Millionen Menschen - darunter auch Zittauerinnen und Zittauer - erinnert, die ihr Leben für die Befreiung der Völker Europas vom Faschismus eingesetzt und verloren haben." 

Mit dieser Mahnung werde die humanistische Forderung nach Toleranz und Frieden in der gesamten Welt nachdrücklich unterstrichen. Vor dem Beschluss appellierte er an die Zweifler, dass es nicht um die Zuweisung von Schuld gehe, sondern um das Wachhalten der Erinnerung. 

Die Linke hat diesen Antrag in mehreren sächsischen Städten gestellt. (SZ/tm)

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