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Besser als gedacht

Das Wetter 2017 war im Osterzgebirge gar nicht so schlecht, mehr noch, es war sonnig, warm – und es gab endlich mal wieder Winter.

© dpa

Osterzgebirge. Von fast allem hielt das Wetter im vergangenen Jahr etwas mehr im Osterzgebirge parat, als es nach den Aufzeichnungen seit 1971 in Zinnwald-Georgenfeld üblich ist. Und das lag auch daran, dass es zum vierten Mal in Folge zu warm war. Die Abweichungen vom langjährigen Mittel betragen wie schon im Jahr davor 1,7 Grad Celsius. Trotzdem fiel der Sommer noch eine Spur besser aus als 2016. So schien die Sonne fast 100 Stunden länger. Das sind schon – statistisch betrachtet – ein paar Tage mehr. „Auffallend auch, dass die ausgeglichene Sonnenscheinbilanz vor allem in der ersten Jahreshälfte zustande gekommen ist“, erläutert Norbert Märcz, der Vorsitzende vom Wetterverein Zinnwald-Georgenfeld. Die Kehrseite: In der zweiten Jahreshälfte machte sich Klärchen ziemlich rar. „Dafür gab es auffallend wenig Nebel.“ Und noch eine Besonderheit: Die Osterzgebirgler durften sich endlich mal wieder über einen Winter freuen. (SZ/ks)

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Das Wetter 2017 in Zahlen und Fakten

Sonnenstunden: 2017 gab es 1460 Sonnenstunden. 1411 sind der Mittelwert der Jahre 1961 bis 1990. Wobei 1977 die Sonne mit 1188 Stunden am seltensten schien. Den Rekord hält 2003 mit 1896 Sonnenstunden.

Niederschlag: 1135 Millimeter Niederschlag fielen im vergangenen Jahr in Zinnwald, wo sich die Messstelle des Wettervereins befindet. Das ist mehr als der Mittelwert der Jahre 1961 bis 1990. Der liegt bei 977 Millimetern. Das Maximum hält 1981 mit 1391 Millimetern pro Quadratmeter, was bei Regen auch Litern entspricht. 1971 fiel mit 535 Millimetern am trockensten aus.

Tagesniederschlagsmenge: Den höchsten Tagesniederschlagwert hält übrigens der 12. August 2002 mit 312 Millimetern. Die Unmengen an Regen hatten ja damals das Jahrhunderthochwasser ausgelöst, das sich in die Täler von Weißeritz, Müglitz und anderer benachbarter Flüsse ergoss. 2017 war der regenreichste Tag wieder im August, es war der 9.8. mit 40,7 Millimetern.

Temperaturen: Der heißeste Tag 2017 war der 22. Juni, also gerade mal ein Tag nach Sommeranfang, da wurden 27,6 Grad in Zinnwald gemessen. Der heißeste im oberen Osterzgebirge gemessene Wert liegt übrigens gar nicht so viel höher. Es war der 20. August 2012 mit 31,3 Grad. Der kälteste Tag 2017 liegt weit zurück, es war der 11. Januar mit minus 16,8 Grad. Den Kälterekord hält der 12. Januar 1987 mit minus 25,4 Grad Celsius. Der Temperaturmittelwert 2017 betrug glatt 6 Grad, der Mittelwert von 1961 bis 2017 liegt bei 4,3 Grad.

Schnee: Die maximale Schneehöhe 2017 lag Mitte Januar bei 90 Zentimetern. Den Rekord der letzten 46 Jahre hält der 14. März 2005 mit 1,63 Metern. Gern verglichen wird auch die Zahl der Tage mit einer Schneedecke von mindestens einem Zentimeter. Das waren 2017 immerhin 136. Der Mittelwert seit 1971 liegt bei 133 Tagen.

Temperaturen: Sommertage, an denen mindestens 25 Grad erreicht wurden, gab es 2017 immerhin vier. Frosttage mit einem Minimum unter null Grad wurden 2017 135 gezählt, Eistage mit maximal null Grad 62.

Wettererscheinungen: Nebel gab es 2017 an 209 Tagen, das ist wenig. 1996 hält den Nebelrekord mit 262 Tagen, das Mittel liegt bei 224.

An 33 Tagen wurden in Zinnwald Gewitter registriert. Den Rekord hält 2014 mit 44 Gewittertagen.

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Osterüberraschung