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Besserer Hochwasserschutz

Im Sommer 2013 brachte das Hochwasser der Großen Röder wieder Grundstückseigentümern große Probleme. Danach hat das Land ein Förderprogramm für Vorsorgeprojekte aufgelegt.

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© Klaus-Dieter Brühl

von Kathrin Krüger-Mlaouhia und Susanne Plecher

Großenhain. Im Sommer 2013 brachte das Hochwasser der Großen Röder wieder Grundstückseigentümern große Probleme. Danach hat das Land ein Förderprogramm für Vorsorgeprojekte aufgelegt. Private wie Kommunen konnten Anträge einreichen.

So wird die Große Röder sicher gemacht

Altleis: Seit Montag ist der Altleiser Dorfteich hochwassersicher. Er wurde entschlammt und hat eine neue Stützmauer erhalten. Ein verlandetes Vorlaufbecken ist jetzt wieder frei. Rund 145 000 Euro sind verbaut worden, um den Ort künftig vor Überflutung zu schützen. 2013 war der Teich über die Ufer getreten und hatte sich ins Dorf hinein ergossen. Es war die letzte Hochwasserschutzmaßnahme, die die Gemeinde Priestewitz aus Fördermitteln bestreiten konnte. Vorher waren Regenrückhaltebecken in Zottewitz, der Dorfbach in Baßlitz und der Bierlichtbach in Böhla saniert worden.
Altleis: Seit Montag ist der Altleiser Dorfteich hochwassersicher. Er wurde entschlammt und hat eine neue Stützmauer erhalten. Ein verlandetes Vorlaufbecken ist jetzt wieder frei. Rund 145 000 Euro sind verbaut worden, um den Ort künftig vor Überflutung zu schützen. 2013 war der Teich über die Ufer getreten und hatte sich ins Dorf hinein ergossen. Es war die letzte Hochwasserschutzmaßnahme, die die Gemeinde Priestewitz aus Fördermitteln bestreiten konnte. Vorher waren Regenrückhaltebecken in Zottewitz, der Dorfbach in Baßlitz und der Bierlichtbach in Böhla saniert worden.
Cunnersdorf/Freitelsdorf: In Cunnersdorf baut der Landkreis 2016 die Lange Straße im vorderen Teil bis zur Röderbrücke. Doch um eine gleichzeitige Erweiterung des Durchlasses an der Brücke kämpft die Gemeinde noch. Hier hatte sich`s auch 2013 wieder gestaut. Nichts passiert ist bisher am Querdamm in Freitelsdorf. Den hatte sich sogar Innenminister Thomas de Maiziere nach dem Hochwasser angeschaut. Doch diese Sanierung wurde der Gemeinde von der Förderliste gestrichen, ebenso wie der Durchlass an der Bieberacher Brücke Richtung Mühlbach. Diese Vorhaben sind also noch offen.
Cunnersdorf/Freitelsdorf: In Cunnersdorf baut der Landkreis 2016 die Lange Straße im vorderen Teil bis zur Röderbrücke. Doch um eine gleichzeitige Erweiterung des Durchlasses an der Brücke kämpft die Gemeinde noch. Hier hatte sich`s auch 2013 wieder gestaut. Nichts passiert ist bisher am Querdamm in Freitelsdorf. Den hatte sich sogar Innenminister Thomas de Maiziere nach dem Hochwasser angeschaut. Doch diese Sanierung wurde der Gemeinde von der Förderliste gestrichen, ebenso wie der Durchlass an der Bieberacher Brücke Richtung Mühlbach. Diese Vorhaben sind also noch offen.
Naunhof: Am Nebenfluss Hopfenbach, der in Großenhain in den Röderneugraben mündet, sollen die Böschungen stabilisiert und wieder naturnah befestigt werden. Ein Ingenieurbüro hat die Planung erstellt. Fördermittel sind bewilligt. Die Arbeiten kosten 150 000 Euro, werden 2016 ausgeschrieben und erledigt.
Naunhof: Am Nebenfluss Hopfenbach, der in Großenhain in den Röderneugraben mündet, sollen die Böschungen stabilisiert und wieder naturnah befestigt werden. Ein Ingenieurbüro hat die Planung erstellt. Fördermittel sind bewilligt. Die Arbeiten kosten 150 000 Euro, werden 2016 ausgeschrieben und erledigt.
Kalkreuth: Erst jetzt beginnen hier die Arbeiten an der Paulsmühle: Die Bauunternehmung Hartmann aus Rechenberg-Bienenmühle wird das Wehr instand setzen. Es war im Juni 2013 durch das Hochwasser stark beschädigt worden. Steine hatten sich durch das viele Treibgut gelöst. Auch die Stützwand wird neu aufgebaut. Das ist mit der Denkmalbehörde abgestimmt. Die auf fast 300 000 Euro geschätzte Neugestaltung einer Rampe und der seitlichen Fischtreppe wird zu 100 Prozent als Hochwasserschutz gefördert. In dieser Woche ist Bauanlauf. Ein Flutkonzept für ganz Kalkreuth gibt es aber nicht.
Kalkreuth: Erst jetzt beginnen hier die Arbeiten an der Paulsmühle: Die Bauunternehmung Hartmann aus Rechenberg-Bienenmühle wird das Wehr instand setzen. Es war im Juni 2013 durch das Hochwasser stark beschädigt worden. Steine hatten sich durch das viele Treibgut gelöst. Auch die Stützwand wird neu aufgebaut. Das ist mit der Denkmalbehörde abgestimmt. Die auf fast 300 000 Euro geschätzte Neugestaltung einer Rampe und der seitlichen Fischtreppe wird zu 100 Prozent als Hochwasserschutz gefördert. In dieser Woche ist Bauanlauf. Ein Flutkonzept für ganz Kalkreuth gibt es aber nicht.
Großenhain: Im Stadtgebiet selbst sind viele Schäden behoben worden, die zu 100 Prozent gefördert wurden. Die Pumpwerke in der Ortslage sind für 66 000 Euro instand gesetzt worden, ebenso die Kanalanlagen. Kostenpunkt: 51 000 Euro. Auch der Radweg am Röderneugraben zwischen Scheumann-Straße und Folbern ist für 97 000 Euro wieder in Ordnung gebracht worden. 2016 folgen die Abschlagbauwerke, die 45 000 Euro kosten sollen.
Großenhain: Im Stadtgebiet selbst sind viele Schäden behoben worden, die zu 100 Prozent gefördert wurden. Die Pumpwerke in der Ortslage sind für 66 000 Euro instand gesetzt worden, ebenso die Kanalanlagen. Kostenpunkt: 51 000 Euro. Auch der Radweg am Röderneugraben zwischen Scheumann-Straße und Folbern ist für 97 000 Euro wieder in Ordnung gebracht worden. 2016 folgen die Abschlagbauwerke, die 45 000 Euro kosten sollen.
Rödern: Im Oktober 2014 wurde das sanierte Schlossmühlenwehr wieder in Betrieb genommen. Der gigantische Flutschutz kostete 1,1 Millionen, die Gemeinde trug 10 Prozent.
Rödern: Im Oktober 2014 wurde das sanierte Schlossmühlenwehr wieder in Betrieb genommen. Der gigantische Flutschutz kostete 1,1 Millionen, die Gemeinde trug 10 Prozent.

Die SZ fragt, was seitdem passiert ist. Wo wurden Maßnahmen umgesetzt, wo gab es keine Unterstützung, woran hängt es? Die Anlieger wünschten sich damals Verbesserung. Weil Prognosen bestätigen, dass nach dem Jahrhunderthochwasser 2002 das Jahrhundert der Hochwasser kommt.