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Hoyerswerda

Bestandsgarantie für die Eiche

Einstige Fäll-Pläne sind seit geraumer Zeit vom Tisch – auch die aktuelle Baustraße wird rückgebaut, sobald es möglich ist.

Während die Irritationen um die Eiche an der gewähnten Kreuzung Paul-Ehrlich-Straße/ Hufelandstraße nun letztgültig ausgeräumt werden konnten, wurde die Paul-Ehrlich-Straße (hier im Bild) selbst asphaltiert.
Während die Irritationen um die Eiche an der gewähnten Kreuzung Paul-Ehrlich-Straße/ Hufelandstraße nun letztgültig ausgeräumt werden konnten, wurde die Paul-Ehrlich-Straße (hier im Bild) selbst asphaltiert. © Foto: Gernot Menzel

Hoyerswerda. Unser Leser Volker Wappler hatte große Befürchtungen. Er ist Nachbar der neu entstehenden Wohnbebauung Hufeland- / Heimstraße (Paul-Ehrlich-Straße) und hatte angesichts der Straßenbauarbeiten der Erschließungsstraße gemutmaßt, dass diese Straße an die Hufelandstraße in der Nähe der dortigen Wertstoffcontainer angebunden werden soll.

Im Bestand der Alleebäume

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„Genau an dieser Stelle wächst eine wunderbare gesunde uralte Eiche, welche zum Bestand der Alleebäume vor Ort zählt. Es besteht die ... große Sorge, dass dieser Baum dem vorgenannten Straßenbau zum Opfer fällt. Das Ganze dürfte aus jeglicher Sicht unverantwortlich sein – sollte dies Inhalt einer Fachplanung sein, so sollte diese nach pflichtgemäßem Ermessen abgeändert werden.“ Wappler appellierte, eine Fällung dieser Eiche zu verhindern und einen anderen geeigneten Weg zur verkehrlichen Anbindung zu eruieren.“

Diese Sorge konnte der Fachbereichsleiter Bau der Stadt Hoyerswerda, Dietmar Wolf, auf Nachfrage hin ganz klar ausräumen. Er bestätigte, dass es in der Anfangsphase durchaus Überlegungen gegeben habe, eine solche Anbindung zu schaffen und dafür die besagte Eiche niederzulegen. Allerdings habe sich im B-Plan-Verfahren rasch herauskristallisiert, dass ein solcher Schritt mit größten naturschutzrechtlichen Bedenken verbunden sei und dass darüber hinaus eine Anbindung der Paul-Ehrlich-Straße an die Hufeland-Straße nicht zwingend notwendig sei und der Wohn- beziehungsweise Straßenverkehrs-Komfort der künftigen Anwohner nicht geschmälert würde, wenn der Hoyerswerdaer Wappenbaum unbehelligt bliebe – der ja seinerseits ein Stück erhaltenswertes Wohnumfeld darstellt.

Anbindung nur über Heim-Straße

Also wurde beschlossen, auf besagte Anbindung der Paul-Ehrlich-Straße an die Hufelandstraße zu verzichten. Die neue Wohngebiets-Verkehrsader wird nun ausschließlich über die Ernst-Heim-Straße mit dem öffentlichen Netz verbunden, wo kein solcher erhaltenswerter Baum dem Straßenbau „im Wege“ steht.

Auch die Baustraße, die derzeit neben den Containern auf die Hufelandstraße mündet, soll baldmöglichst wieder rückgebaut werden, sicherte Dietmar Wolf zu.