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Dresden

Henrys Kleingarten-Challenge: Das Finale

Nach einer Mahnung durch den Verband krempelte SZ-Redakteur Henry Berndt seinen Garten um. Nun kommt der Vereinsboss zur Kontrolle.

Spartenchef André Apelt (l.) prüft, welche Fortschritte SZ-Redakteur Henry Berndt gemacht hat. © Henry Berndt

Die Kleingartenwelt ist nicht für jeden was - aber meine Familie und ich haben uns entschieden, dass wir uns in dieser Welt unser kleines grünes Paradies einrichten wollen. Nachdem wir unsere Parzelle in Naußlitz im vergangenen Herbst übernommen hatten, starteten wir erstmal vorsichtig.

Für den Kleingartenverband etwas zu vorsichtig. 

Prompt flattert uns zuletzt eine Mahnung ins Haus, "zur Abstellung von Pflichtverletzungen gemäß Paragraph 9 I Nr. 1 Bundeskleingartengesetz".

Die Mahnung vom Kleingartenverband traf SZ-Redakteur Henry Berndt hart. © Sven Ellger

In dieser Woche nun habe ich mich der Herausforderung gestellt, bis Freitag einen Garten-Plan zu entwickeln, wie ich die Chefs milde stimmen kann. 

Nun steht die Stunde der Wahrheit an. Vereinschef André Apelt besucht mich in meiner Parzelle und wird den Daumen entweder heben oder senken. 

Kann ich die Challenge bestehen? Dazu muss man sagen, dass dieser Herr Apelt eine ziemlich coole Socke ist und selbst am wenigsten daran interessiert, Stress mit den Pächtern seiner Sparte zu haben.

In letzter Minute schraube ich noch das Gewächshausfundament zusammen und säe ein paar Zuckerschoten ein. Mein Kurzreferat ist bereits ausgefeilt. 

Hätte ich den Chef noch mit einer Schüssel Himbeeren am Tor empfangen sollen? Nicht nötig. Ich berichte ihm davon, wie ich die überbreiten gepflasterten Wege rausgeschmissen habe und in Beetfläche umwandeln werde. Auch ein großer brachliegender Unkrautstreifen steht künftig für Gemüse zur Verfügung.

Dazu kommt das Gewächshaus mit etwas 6 Quadratmetern Grundfläche.

Der große Schmetterlingsflieder, ein kleiner Birnbaum und ein Apfelbäumchen werden im Herbst umgesetzt.

Herr Apelt lächelt. Er ist zufrieden und hebt den Daumen! Damit ist die Challenge bestanden und wir können - vorausgesetzt ich setze meine Pläne auch in die Tat um - künftig ungestört unser Gartenglück genießen.

Denn, auch das muss man mal festhalten: Wer sich an ein paar grundlegende Regeln hält, der wird in der Kleingartensparte nicht drangsaliert, sondern hat 364 Tage im Jahr seine Ruhe. Am 365. wird der Strom abgelesen.

Gärtnern macht Spaß. Das sollte man zwischen lauter Regeln und Gesetzen nicht vergessen.  © Sven Ellger

Habt ihr Anmerkungen, Tipps oder Kritik? Immer her damit an [email protected].

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