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Bestes Geschäftsjahr für Neukirchs Trumpfwerk

Rekordumsatz und volle Auftragsbücher sichern rund 450 Arbeitsplätze im Oberland.

© Robert Michael

Von Ingolf Reinsch

Neukirch. Die Trumpf-Gruppe, deren einziges Werk in den neuen Bundesländern sich in Neukirch befindet, verbucht zum Abschluss des Geschäftsjahrs 2017/18 am 30. Juni eine deutliche Steigerung von rund 15 Prozent beim Umsatz. Der Wert im Gesamtunternehmen beläuft sich nach vorläufigen Berechnungen auf 3,6 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2016/17: 3,1 Milliarden Euro). Das teilte der weltweit agierende Werkzeugmaschinenhersteller mit Hauptsitz im schwäbischen Ditzingen mit.

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Ein Rekordjahr nach dem anderen

Deren sächsische Tochter, die Trumpf Sachsen GmbH Neukirch, liege beim Umsatzwachstum ebenfalls in diesem Bereich, sagte Geschäftsführer Dr. Harry Thonig. Absolute Zahlen nannte er unter Verweis auf die Vorläufigkeit des Betriebsergebnisses noch nicht. Allerdings habe das Neukircher Werk 2017/18 sein bestes Geschäftsjahr erreicht. Schon das vorangegangene Geschäftsjahr war ein Rekordjahr für das Neukircher Unternehmen. Damals setzte es fast 130 Millionen Euro um.

Innerhalb der Unternehmensgruppe ist das Neukircher Werk auf die Herstellung großer Laserschneidmaschinen sowie komplexer Automatisierungstechnik spezialisiert. Vor allem Letztgenannte ist ein Wachstumsmarkt weltweit. „Bei den Automatisierungsanlagen verbuchen wir ein Plus von über 20 Prozent im Auftragseingang. Das ist noch kein realisierter Umsatz, aber eine stabile Grundlage für die Arbeit im neuen Geschäftsjahr“, sagt Dr. Harry Thonig. Größter Markt ist Deutschland, gefolgt von den USA. So liegen aus Deutschland 160 Aufträge für Automatisierungsanlagen vor; 130 sind es aus den USA. Auch Italien mit 60 Aufträgen gehört zu den Großkunden des Neukircher Betriebes. 30 Aufträge liegen aus China vor – Tendenz steigend, gewinnt die Automatisierung von Produktionsprozessen doch auch im „Reich der Mitte“ an Bedeutung.

Vorbereitung auf die Zeit nach dem Aufschwung

„In vielen Märkten haben wir unsere Planungen übertroffen, dazu haben alle unsere Produkte beigetragen. Erfreuliches Wachstum können wir auf den Zukunftsfeldern des Additive Manufacturing, also des industriellen 3D-Drucks, sowie im Lasergeschäft für die Hersteller von Mikrochips verbuchen“, sagte die Vorstandsvorsitzende des Gesamtunternehmens Nicola Leibinger-Kammüller, auf der Bilanz-Pressekonferenz. „Trotzdem beobachten wir die Entwicklung der weltweiten Konjunktur sehr aufmerksam. Denn es mehren sich die Zeichen, dass diese lange Phase des Aufschwungs bald vorüber sein könnte. Darauf wollen wir vorbereitet sein.“

Trumpf beschäftigt weltweit 13.500 Mitarbeiter, davon 6.700 in Deutschland. Das Werk in Neukirch ist Arbeitgeber für etwa 450 Frauen und Männer. Tendenziell wird auch hier die Zahl der Mitarbeiter weiter wachsen, vor allem im Servicebereich, sagt Dr. Harry Thonig. Doch insgesamt rechnet er damit, dass der Anstieg der Arbeitsplätze eher moderat ausfallen wird. „In dem Maße, wie sich die Technik entwickelt, wächst auch die Arbeitsproduktivität“, begründet es der Geschäftsführer. Daraus spricht jahrzehntelange Erfahrung, verantwortet Dr. Harry Thonig doch im Neukircher Werk unter anderem den Bereich Forschung und Entwicklung.

www.trumpf.com