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Besuch am Filmset von „Jonas Waldek“

Die TV-Reihe wird derzeit in der Sächsischen Schweiz gedreht, unter anderem in einem Wald bei Kleingießhübel. Wir haben uns am Filmset umgesehen und mit dem Hauptdarsteller gesprochen.

© Daniel Schäfer

Von Nancy Riegel

Sächsische Schweiz. Wer in der Natur filmen will, muss flexibel sein. Die Macher der TV-Reihe Jonas Waldek bekamen das an diesem Mittwoch zu spüren. Eigentlich wollten sie am Papststein drehen, doch Sandstein in Kombination mit Regen führt zu einer rutschigen Mischung – zu gefährlich für Stunts. Das Set wurde deshalb kurzerhand in einen Wald bei Kleingießhübel verlegt.

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Dreharbeiten von ARD-Produktion in der Sächsischen Schweiz

In einem Wald bei Kleingießhübel fanden am Mittwoch Dreharbeiten zu "Jonas Waldek" statt. Zwei Teile werden derzeit produziert. Die Filme werden eine Mischung aus Abenteuer-, Familien- und Naturfilm.
In einem Wald bei Kleingießhübel fanden am Mittwoch Dreharbeiten zu "Jonas Waldek" statt. Zwei Teile werden derzeit produziert. Die Filme werden eine Mischung aus Abenteuer-, Familien- und Naturfilm.
Der Ranger Jonas Waldek, gespielt von Philipp Danne (Mitte), und die Biologin Emilia Graf (Liza Tschirner, 2.v.r.) sind im ersten Teil der TV-Reihe einem Wolf auf der Spur, der in der Nähe von Hohnstein gesichtet wurde. Die Stadt ist Heimatort des Film-Rangers. Heike Jonca (l.) spielt Monika Waldek, Kai Evers (2.v.l.) ist der beste Freund von Jonas (gespielt von Sebastian Kaufmane)  und Jörg Witte (r.) mimt in der TV-Reihe den Ranger  Christoph Fischer.
Der Ranger Jonas Waldek, gespielt von Philipp Danne (Mitte), und die Biologin Emilia Graf (Liza Tschirner, 2.v.r.) sind im ersten Teil der TV-Reihe einem Wolf auf der Spur, der in der Nähe von Hohnstein gesichtet wurde. Die Stadt ist Heimatort des Film-Rangers. Heike Jonca (l.) spielt Monika Waldek, Kai Evers (2.v.l.) ist der beste Freund von Jonas (gespielt von Sebastian Kaufmane) und Jörg Witte (r.) mimt in der TV-Reihe den Ranger Christoph Fischer.
Das Rangerauto wird zum Dreh in das Naturset gefahren.
Das Rangerauto wird zum Dreh in das Naturset gefahren.
Die ganze Szenerie ist gut ausgeleuchtet. Bevor die Kameras laufen, haben Mitarbeiter die Kullisse angepasst, zum Beispiel lose Äste aus dem Weg geräumt.
Die ganze Szenerie ist gut ausgeleuchtet. Bevor die Kameras laufen, haben Mitarbeiter die Kullisse angepasst, zum Beispiel lose Äste aus dem Weg geräumt.
Für Aufnahmen in der Totale kommt eine Drohne zum Einsatz.
Für Aufnahmen in der Totale kommt eine Drohne zum Einsatz.
Da es sich um eine Produktion des öffentlich-rechtlichen Fernsehens handelt, dürfen keinerlei Marken und Logos im Film zu sehen sein. Das Nationalpark-Logo, das auf dem Auto und der Uniform der Ranger prangt, wurde extra für die TV-Reihe gestaltet. Das originale Logo des Nationalparks zeigt den Lilienstein und die Elbe.
Da es sich um eine Produktion des öffentlich-rechtlichen Fernsehens handelt, dürfen keinerlei Marken und Logos im Film zu sehen sein. Das Nationalpark-Logo, das auf dem Auto und der Uniform der Ranger prangt, wurde extra für die TV-Reihe gestaltet. Das originale Logo des Nationalparks zeigt den Lilienstein und die Elbe.
Sie sorgen dafür, dass alle am Filmset satt werden: Michéle und Peter Krüger vom Catering „Silent Running“ aus Berlin.
Sie sorgen dafür, dass alle am Filmset satt werden: Michéle und Peter Krüger vom Catering „Silent Running“ aus Berlin.
Jörg Witte spielt einen Ranger. In der Maske lesen sich die Schauspieler noch einmal schnell das Drehbuch durch.
Jörg Witte spielt einen Ranger. In der Maske lesen sich die Schauspieler noch einmal schnell das Drehbuch durch.

Gelegenheit für einen Setbesuch bei Schauspielern, Technikern und den vielen anderen Mitarbeitern, die für solch eine Produktion gebraucht werden. Rund 40 Personen plus Schauspieler aus allen Ecken Deutschlands arbeiten noch bis Ende Juli in der Region. Entstehen soll eine Mischung aus Familien-, Natur- und Abenteuerfilm. Zunächst werden zwei Folgen in Spielfilmlänge abgedreht. „Herrlich ist es hier“, lautet der Tenor unter allen Beteiligten.

Zeit, um die Landschaft zu genießen, bleibt vor allem für die Schauspieler immer wieder. Denn bis ein Set aufgebaut ist, Kameras, Beleuchtung und Requisiten am richtigen Platz stehen, vergeht einige Zeit. „Wir drehen heute eine Wanderszene am Bach“, informiert Hauptdarsteller Philipp Danne, der in den Filmen den Nationalpark-Ranger Jonas Waldek mimt. Den ganzen Nachmittag lang ist das Team damit beschäftigt – im fertigen Film wird die Szene gerade mal 45 Sekunden einnehmen. Während die Kamera- und Tontechniker werkeln, naschen die Schauspieler Kuchen und Waffeln am Essenswagen, der extra aus Berlin angereist ist. Die Visagistin arbeitet in einem Transporter und die Mitarbeiter der Produktionsfirma checken, dass alles nach Plan läuft. Schwierig ist für alle Beteiligten, dass es hier keinen Handyempfang gibt. Ein paar wenige kommunizieren per Walkie-Talkie, die anderen müssen wohl oder übel die Beine in die Hand nehmen, wenn sie mit jemandem kommunizieren möchten.

Denn die „Zufahrt“ zum eigentlichen Set besteht lediglich aus einem schmalen geteerten Wanderweg. Die Nationalparkverwaltung, die die Drehorte vorgeschlagen hat, hat diesen Platz genau deshalb ausgewählt. So werden keine unbefestigten Wanderwege im Landschaftsschutzgebiet zerstört. Über eben diesen Weg müssen Transporter, Pkws und die mobile Toilette gefahren werden. Wenden ist so gut wie unmöglich und wenn sich zwei Fahrzeuge entgegenkommen, muss eines davon wohl oder übel den Rückwärtsgang einlegen. Gesperrt ist der Weg deshalb nicht für die Öffentlichkeit und so kommt es beim Aufbau des Sets vor, dass flotte Wandergruppen mit Stöcken mitten durch die Dreharbeiten laufen. In der beliebten Touristenregion lässt sich das kaum vermeiden.

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In „Jonas Waldek“ spielt er einen Nationalpark-Ranger. Für diese Rolle hat sich der Schauspieler professionelle Hilfe gesucht.

Schauspielerin Liza Tschirner, die eine Biologin mit Wolfsvorliebe mimt, erzählt, dass sie die Landschaft der Sächsischen Schweiz ebenfalls gerne genießt, vor allem an den drehfreien Tagen. „Am Wochenende fahre ich nicht immer nach Hause, sondern bleibe hier und wandere“, so die Kölnerin. Die Crew ist zum Großteil im Hotel Sebnitzer Hof untergebracht. Ein Schockmoment für alle: Letzte Woche ging plötzlich ein Transporter, voll mit Technik beladen, in Flammen auf. „Wir konnten zum Glück schnell Ersatztechnik besorgen, sodass die Dreharbeiten weiterlaufen konnten“, berichtet Nadine Lewerenz von der Produktionsfirma Neue Deutsche Filmgesellschaft, die im Auftrag des MDR dreht.

Hier gibt es noch ein Interview mit dem Hauptdarsteller Philipp Danne. Außerdem: Wie kompliziert ist eigentlich ein Dreh im Nationalpark? Sehr kompliziert, sagt der Produktionsleiter.