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Besucherfreundliche Intensivstation

Das Krankenhaus Mittweida hat dafür ein Zertifikat erhalten. Das tragen sachsenweit nur drei weitere Kliniken.

© Ines Schreiber/LMK

Mittweida. Die Interdisziplinäre Intensivstation (ITS) der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH (LMK) ist von der Stiftung Pflege für ihre Angehörigenfreundlichkeit mit einem Zertifikat ausgezeichnet worden. Das teilte LMK-Sprecherin Ines Schreiber am Dienstag mit. Das Qualitätssiegel „Angehörige jederzeit willkommen“ stehe für eine besonders besucherfreundliche Atmosphäre sowie angehörigenfreundliche Abläufe und würdige das Engagement der Klinik für ihre Patienten, ergänzte sie.

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Insbesondere im Bereich der Intensivmedizin gelte es, neben der Versorgung der Patienten auch die Lebensumstände und Bedürfnisse der Angehörigen zu berücksichtigen. „Die Anwesenheit von vertrauten Personen während der Therapie trägt erheblich zur Genesung von Intensivpatienten bei und hilft nebenbei den Angehörigen selbst“, so Dr. Wolfgang Heinke, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Interdisziplinäre Intensivmedizin. Engste Familienmitglieder in die Behandlung und Pflege sowie Entscheidungsprozesse einzubeziehen, sei dem LMK-Personal besonders wichtig – „und dies bei Bedarf zu jeder Tages- und Nachtzeit“, ergänzte Heinke.

Das Zertifikat habe die Klinik auch erhalten, weil die Mitarbeiter Angehörige bei der Suche nach einer Unterkunft in der Nähe des Krankenhauses unterstützen, so Ines Schreiber. „Für die Zuteilung des Zertifikates sprachen außerdem die Dokumentation der Anwesenheitszeiten von Angehörigen, der Angehörigengespräche sowie die Vorhaltung spezieller Wartebereiche, Besprechungszimmer und Informationsmaterialien“, erklärte sie. „Die Rahmenbedingungen für diese Zertifizierung seien in der Mittweidaer Klinik bereits seit längerer Zeit gegeben.

Die LMK ist die erste mittelsächsische Klinik, die dieses Qualitätssiegel erhalten hat. Sachsenweit tragen nur drei weitere Krankenhäuser das Zertifikat: die Kliniken Erlabrunn gGmbH in Breitenbrunn im Erzgebirge, das Fachkrankenhaus Coswig im Landkreis Meißen sowie die Sächsische Schweiz Klinik Sebnitz.

Den Verein Pflege hat Christel Bienstein gegründet. Die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes arbeitete selbst als Krankenschwester. Nach ihrem Pädagogikstudium leitete sie das Bildungszentrum Essen des deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe. Mit dem Zertifikat wolle die Stiftung die Kliniken dazu ermutigen, die Erkenntnisse, die in pflegewissenschaftlichen Arbeiten gewonnen wurden, in die Praxis umzusetzen. (DA/sol)