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Nachbessern im Arnhold-Bad

Vor zwei Monaten wurde die sanierte Halle eröffnet. Einige Nutzer haben Mängel gemeldet. Die Bäder GmbH will reagieren.

© Christian Juppe

Von Juliane Richter

Nasse Fliesen und schnelle Kinderfüße vertragen sich nicht immer. Das hat sich mehrmals im frisch sanierten Georg-Arnhold-Bad gezeigt. SZ-Leser Daniel Senger hat wiederholt beobachtet, wie Kinder zwischen dem Nichtschwimmer- und dem Kleinkindbecken gestürzt sind. Er hat sich darüber bei dem Betreiber, der Bäder GmbH, beschwert.

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Dort will man sich des Problems annehmen, verspricht Sprecherin Dörte Gregor. „Allerdings entsprechen die verwendeten Fliesen der Norm und gehören zu jenen, die am wenigsten rutschig sind“, sagt sie. Es sei auch Sache der Kinder, im Bad nicht zu rennen. Was Kindern aber natürlich schwer zu vermitteln sei, wirft sie verständnisvoll ein. Die GmbH prüft derzeit, ob sie an der entsprechenden Stelle etwas auf die Fliesen aufbringen lassen kann, sodass diese rauer werden. „Ein Stück weit wird die Halle natürlich auch rutschiger, weil wir einige Schrägen für Rollstuhlfahrer eingebaut haben“, sagt Gregor. Eine weitere Beschwerde betrifft den behindertengerechten Ausbau: Badbesucher Michael Muelenz hat vor Kurzem mit einem Behinderten die Behindertendusche benutzt. Vor der Modernisierung seien die Duschen und Umkleidemöglichkeiten räumlich optimal aufgeteilt gewesen. Mittlerweile sei die Dusche nicht mehr abgetrennt, sodass Wasser auf die benachbarte Liege spritze. Dörte Gregor ist dankbar für die Hinweise. „Wenn es in diesem Fall allein darum geht, eine Duschabtrennung zu installieren, werden wir das natürlich machen. Manche Dinge fallen erst bei der Nutzung auf.“

So habe sich in den vergangenen Wochen zum Beispiel auch gezeigt, dass es in den Duschen und Umkleiden keine niedrigen Haken für Kinder oder Schüler gab. Hier wurde nachgebessert. Und auch das Kassensystem, das anfangs noch nicht richtig funktioniert hat, laufe mittlerweile. Einen anderen Kritikpunkt von Badnutzer Michael Muelenz wird die Bäder GmbH jedoch nicht beheben: Er bemängelt, dass der Whirlpool bei der Modernisierung abgeschafft wurde. Dieser sei gerade für Behinderte zum Aufwärmen nach dem Schwimmen ideal gewesen. Gregor ist dieses Argument bekannt, auch von Familien mit Kindern. Der Whirlpool wurde aber aus hygienischen Gründen bewusst abgeschafft, weil sich hier bei warmen Temperaturen Bakterien schnell vermehren.