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Betriebsbedingte Kündigung: Was man wissen muss

Wer so gekündigt wird, sollte immer prüfen, ob diese Art der Kündigung überhaupt rechtmäßig ist.

Foto: pixabay.com © geralt
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Außerdem ist es ratsam, eine realistische Abfindung zu verhandeln. Wir zeigen Ihnen auf, welche Möglichkeiten Arbeitnehmer nach einer betriebsbedingten Kündigung haben.

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Eine betriebsbedingte Kündigung ist nur rechtens, wenn 4 Voraussetzungen erfüllt sind

Grundsätzlich wird zwischen drei verschiedenen Kündigungsarten unterschieden: Der betriebsbedingten Kündigung, der Kündigung aus Gründen in der Person des Arbeitnehmers und der Kündigung aus Gründen im Verhalten des Arbeitnehmers. Dieser Artikel befasst sich ausschließlich mit der betriebsbedingten Kündigung. Diese greift, wenn der Arbeitgeber schwerwiegende Gründe hat, den Arbeitnehmer nicht weiter beschäftigen zu können. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn das Unternehmen insolvent ist und/oder geschlossen werden muss. Außerdem können betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden, wenn Abteilungen ausgelagert werden. Für eine betriebsbedingte Kündigung müssen immer vier Voraussetzungen erfüllt sein. Wenn eine hiervon fehlt, ist die betriebsbedingte Kündigung unwirksam:

- Voraussetzung 1: Betriebliche Erfordernisse, die den Bedarf an Arbeitsleistungen reduzieren, müssen vorliegen. Beispielsweise wird eine Filiale geschlossen oder aufgrund von neuen Arbeitsabläufen fällt eine Arbeitsstelle weg.

- Voraussetzung 2: Das Beendigungsinteresse des Arbeitgebers muss gegenüber dessen des Arbeitnehmers überwiegen. In Fachkreisen ist von einer Interessenabwägung zu sprechen.

- Voraussetzung 3: Die Kündigung muss dringlich sein, was bedeutet, dass keine Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers an einem anderen Arbeitsplatz möglich ist.

- Voraussetzung 4: Soziale Gesichtspunkte müssen berücksichtigt werden.

Unbedingt eine Abfindung verlangen: So berechnet sich die Einmalzahlung

Unzulässig ist eine betriebsbedingte Kündigung immer dann, wenn der Betriebsrat vor Aushändigung der Kündigung nicht angehört wurde. Darüber hinaus gelten bei bestimmten Personengruppen gesonderte Kündigungsvoraussetzungen. Hiervon betroffen sind unter anderem schwangere Frauen und Mitglieder des Betriebsrats. Hinzu kommen schwerbehinderte Arbeitnehmer. Sollen diese betriebsbedingt gekündigt werden, muss der Arbeitnehmer im Vorfeld die Zustimmung des Integrationsamtes einholen. Ist es schließlich zu einer betriebsbedingten Kündigung gekommen, haben Arbeitnehmer drei Wochen Zeit, eine Kündigungsschutzklage zu erheben. Meist ist das verstreichen lassen dieser dreiwöchigen Frist mit einer Abfindung in vorher festgelegter Höhe verbunden. Hierbei spielt die Beschäftigungsdauer des Arbeitnehmers eine wesentliche Rolle, denn die gängige Faustformel zur Berechnung einer realistischen Abfindung lautet: Bruttomonatsgehalt x 0,5 x Länge der Betriebszugehörigkeit in Jahren. Einige Arbeitgeber berücksichtigen aber auch das Alter des gekündigten Arbeitnehmers und dessen Chancen, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen.

Abfindung nach Fünftelregelung versteuern: Steuerberater hilft bei Unklarheit

Hat der Arbeitnehmer das Recht auf eine Abfindung nicht im Arbeitsvertrag vermerkt, lohnt sich das Verhandeln mit dem Chef. Meist will der Arbeitgeber einen Prozess vor Gericht umgehen und lässt sich deshalb auf eine angemessene Abfindungszahlung ein. Wichtig zu wissen ist, dass diese Sonderzahlung mit der sogenannten Fünftelregelung versteuert wird. Betroffene sollten sich rechtzeitig an ihren Steuerberater wenden, um steuertechnisch von der Abfindungszahlung zu profitieren. Was gekündigte Arbeitnehmer sonst noch wissen müssen? Am besten gleich weitere Informationen zur Abfindungsregelung online abrufen. Wer sich ausreichend informiert, hat die besten Chancen auf eine gerechte Abfindung. Und vielleicht öffnet sich nach der enttäuschenden Kündigung ja eine Hintertür, die beruflich neue Perspektiven öffnet.