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Radeberg

Betrüger nehmen Radeberg ins Visier

Die Unbekannten gaben sich am Telefon als Polizisten aus. Sie starteten fünf Versuche binnen kurzer Zeit. 

© Symbolfoto: dpa

Senioren aus Radeberg waren am Mittwoch das Ziel von Betrügern. Nach Angaben der Polizei riefen sie in der Zeit zwischen 9.30 und 10.30 Uhr bei Rentnern an der Heidestraße, der Stolpener Straße, Waldstraße und der Schillerstraße an. Am Telefon meldeten sie sich als Polizisten.

So rief ein Unbekannter bei einer 82-Jährigen an der Schillerstraße an, fragte sie nach ihrer Bankverbindung und dem Guthaben. Um bestätigt zu bekommen, dass es sich bei dem Anrufer tatsächlich um einen Polizisten handelte, könne die Frau den Polizeinotruf wählen, sagte der Unbekannte. In einem weiteren Fall gab es ein ähnliches Telefonat mit einer 78 Jahre alten Frau. Am anderen Ende der Leitung stellte sich ein Polizeikommissar vor, der von einem Raub berichtete. Dabei hätte man in den Sachen der Täter einen Zettel mit dem Namen der Angerufenen sowie eine Pistole gefunden.

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In allen Fällen bemerkten die Angerufenen den Schwindel, beendeten das Gespräch und riefen über den Notruf die Polizei. Es kam glücklicherweise zu keinerlei finanziellen Schäden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Die Polizei rät in solchen Fällen, den Notruf der Polizei unter 110 zu informieren.

In Dresden gab es am Dienstag ähnliche Anrufe. Die Unbekannten verwickelten die Rentner zunächst in ein Gespräch. Sie gaben vor, Beamte zu sein, und behaupteten, das Geld auf den Konten wäre nicht sicher. Anschließend forderten die Anrufer ihre Opfer dazu auf, das gesamte Geld abzuheben. Ein Polizeikollege würde später vorbeikommen und das Ersparte sicher verwahren. Mit ihrer Masche konnten sie zwei Frauen im Alter von 83 und 88 Jahren überzeugen, teilte die Polizei mit. Die Damen gingen zur Bank und wollten insgesamt 25 000 Euro in bar abheben. Nur weil Bankangestellte und Angehörige eingriffen, wanderte das Geld nicht zu den Betrügern. Insgesamt, so die Polizei, hätten es die Täter am Dienstag bei 25 Rentnern auf dieselbe Art und Weise versucht. (SZ/sr, SZ/td)