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Betrügereien vereitelt

Zwei Männer wollen in Bautzen Kennzeichen für zwei Skoda beantragen. Doch die beiden Autos stehen in den Fahndungslisten. Das und mehr im aktuellen Polizeibericht.

© dpa

Bautzen. Am Montagvormittag informierte die Kfz-Zulassungsstelle in Bautzener die Polizei. Ein 34-jähriger Ukrainer und ein 54-jähriger Pole waren in der Behörde an der Tzschirnerstraße erschienen und wollten für zwei Skoda Ausfuhrkennzeichen beantragen. Bei der Überprüfung der Fahrzeugdaten fiel jedoch auf, dass die beiden Autos in den internationalen Fahndungssystemen als gestohlen geführt werden. Sie waren im Raum Danzig entwendet worden.

Wo sich die Autos tatsächlich befinden, ist nicht bekannt. Die beiden Männer hatten diese nicht mitgebracht. Die Beamten behielten alle Dokumente der beiden Skoda ein, stellten die Personalien der Antragsteller fest und informierten die polnische Polizei. Warum die Tatverdächtigen auf diesem Weg versucht haben, an legale Kfz-Kennzeichen zu gelangen, untersucht die Kriminalpolizei. (szo)

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Polizeibericht vom 17. Juli

Traktorfahrer schwer verletzt

Weißenberg. Bei einem Unfall am Montagmittag im Ortsteil Wurschen ist ein Mann schwer verletzt worden. Der 47-Jährige war mit seinem Traktor und zwei Anhängern aus Richtung Rodewitz kommend unterwegs, als ihm ein 40-Jähriger mit dem Lkw entgegen kam. Beide Fahrzeuge bremsten auf der schmalen Straße. Dabei versagte offensichtlich die Bremsanlage an den Anhängern des Traktors. Sie brachen aus, prallten gegen den Lkw und kippten um. Die gesamte Ladung Raps verteilte sich über die Fahrbahn und sorgte für eine Vollsperrung. Der 47-Jährige kam zur Behandlung in ein Krankenhaus. Der entstandene Schaden wird auf 81000 Euro geschätzt. Bei den weiteren Ermittlungen wird auch der technische Zustand der beiden Fahrzeuge untersucht.

Rücksichtslos überholt

Burkau. Besonders eilig hatte es am Montagmorgen ein 24-jähriger Skoda-Fahrer, der auf der A 4 in Richtung Görlitz unterwegs war. Während sich eine Kolonne von Fahrzeugen zum Überholen mehrerer Lkw auf dem linken Fahrstreifen einordnete, betätigte er sich als sogenannter Kolonnen-Springer. Wo sich die Möglichkeit bot, überholte er verbotenerweise rechts und zwängte sich immer wieder in den Sicherheitsabstand der anderen Fahrzeuge. Beamte des Autobahnpolizeireviers setzten dem ein Ende. Als der Octavia-Fahrer auch am Streifenwagen rechts vorbei zog, stoppten die Ordnungshüter den Mann. Nun wird er Post von der Bußgeldstelle erhalten.

Kind bei Unfall verletzt

Bischofswerda. Am Montagvormittag sind an der Kreuzung Kirchstraße und Bischofstraße in Bischofswerda zwei Autos zusammengestoßen. Offenbar hatte die 42-jährige Fahrerin eines Suzuki die Vorfahrt eines Mitsubishi nicht beachtet. Bei der Kollision erlitt ein elfjähriges Mädchen im Suzuki leichte Verletzungen. Diese wurden im Krankenhaus behandelt.

Unerlaubt eingereist

Uhyst/Panschwitz. Bundespolizisten kontrollierten jetzt im Panschwitzer Ortsteil Siebitz einen serbischen Kleintransporter. Das Fahrzeug war in Uhyst von der Autobahn abgefahren. Die sechs Insassen – drei Frauen, zwei Männer und ein Kind – legten zwar gültige serbische Reisepässe vor, doch bei der Überprüfung der Daten stellten sich Unregelmäßigkeiten heraus. Ans Licht kamen mehrere Fahndungsausschreibungen, darunter drei Haftbefehle. Deshalb ging es für alle zunächst zur Dienststelle der Bundespolizei in Ebersbach. Die Ersatzfreiheitsstrafen konnten durch die Zahlung von Geldstrafen abgewendet werden. Die danach verbliebenen Barmittel reichten für einen Aufenthalt in Deutschland nicht mehr aus. Weil auch weitere Voraussetzungen für eine Einreise beziehungsweise einen Aufenthalt nicht waren, wurden den Serben das Reiserecht aberkannt. Sie wurden nach Tschechien zurückgeschoben, heißt es von der Bundespolizei.

Raser erwischt

Burkau. Die Polizei hat am Montag auf der A 4 bei Burkau die Einhaltung des Tempolimits kontrolliert. Erlaubt ist in dem Bereich maximal Tempo 100. Ein Auto mit holländischem Kennzeichen raste mit 148 km/h in Richtung Görlitz durch die Messstelle. Dem Fahrer drohen 160 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot. Insgesamt passierten zwischen 14 und 19 Uhr fast 4000 Fahrzeuge die Lichtschranke. 327 von ihnen waren zu schnell unterwegs.

Haftstrafe noch abgewendet

Radeberg/Königsbrück. Um Haftstrafen zu vermeiden, meldeten sich am Montag zwei säumige Zahler selbst bei der Polizei. In Radeberg kam ein 30-Jähriger zum Revier, um seine Geldstrafe von rund 675 Euro samt Verfahrenskosten zu bezahlen. Damit entging er einer Ersatzfreiheitsstrafe von 40 Tagen. Mit 160 Euro stand am Nachmittag ein 53-Jähriger vor dem Polizeistandort in Königsbrück. Mit der Zahlung der offenen Rechnung aus einer Geldbuße, wandte der Mann elf Tage Erzwingungshaft ab.

Drogen und Messer eingezogen

Bernsdorf. Bei einer Kontrolle ging einer Streife in der Nacht zu Dienstag in Bernsdorf ein 19-Jähriger ins Netz. Der junge Mann hatte zweieinhalb Gramm Marihuana und dazugehörige Konsumutensilien dabei. Da er keine Besitzerlaubnis für die Drogen vorweisen konnte, beschlagnahmten die Polizisten die Drogen. Darüber hinaus zogen die Ordnungshüter ein sogenanntes Einhandmesser ein. Das öffentliche Führen einer solchen Stichwaffe, deren Klinge sich mit einer Hand fixieren lässt, stellt in der Regel eine Ordnungswidrigkeit dar. Der Mann muss sichnun wegen des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln und des Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.

Angetrunken unterwegs

Medingen. Angetrunken war ein 68-Jähriger am Montagnachmittag in Medingen unterwegs. Eine Streife kontrollierte den Skoda-Fahrer auf der Kronenbergstraße. Die Beamten bemerkten Alkoholgeruch in der Atemluft des Mannes. Ein Test wies umgerechnet 0,66 Promille nach. Damit überschritt der Betroffene die 0,5-Promille-Grenze und die Beamten zeigten die Ordnungswidrigkeit an. Außerdem untersagten sie vorläufig die Weiterfahrt. Als Konsequenz drohen dem Fahrer mindestens 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg sowie ein Monat Fahrverbot.

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