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Betrunkener fährt nach Streit in Menschenmenge

In der Nähe von Trier ist ein Streit auf einer Karnevalsfeier eskaliert: Ein 28-Jähriger fuhr daraufhin betrunken mit dem Auto in eine Menschengruppe. 

© Jens Wolf/dpa (Symbolfoto)

Fell.  Nach einem Streit auf einer Fastnachtsparty im rheinland-pfälzischen Fell ist ein Mann mit seinem Auto gezielt in eine Menschengruppe gefahren. Dabei wurde ein 18-Jähriger leicht verletzt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchter Tötung. Der Hintergrund der Auseinandersetzung war am Montagmorgen noch unklar.

Ausgangspunkt war laut Polizei "eine verbale Streitigkeit im Rahmen einer Fastnachtsveranstaltung" am Sonntagabend, aus der sich "eine körperliche Auseinandersetzung entwickelte". An dem Streit vor der Partyhalle war eine noch unbekannte Anzahl von Menschen beteiligt. Dabei wurde eine 20-Jährige mit einem gläsernen Gegenstand schwer am Kopf verletzt. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht.

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Mindestens zwei weitere Beteiligte, die den Streit schlichten wollten, wurden ebenfalls verletzt, wie die Polizei berichtete. Einige der Anwesenden hätten anschließend erfolglos versucht, den Deutschen vom Fahren abzuhalten, hieß es. Der Mann habe das Auto gestartet und sei "zielgerichtet" auf die Gruppe zugefahren, die sich bei der Auseinandersetzung vor der Halle angesammelt hatte.

Demnach bremste der 28-Jährige zunächst noch kurz vor der Gruppe ab, "fuhr nochmals ein Stück rückwärts und lenkte den PKW anschließend zielgerichtet in diese Personengruppe". Der 18-Jährige wurde von dem Wagen erfasst und verletzt. Nach der Autoattacke flüchtete der 28-Jährige, wurde jedoch von der Polizei gefasst und vorläufig festgenommen.

Zuerst fanden die Beamten das verlassene Auto des Flüchtigen in Fell, später wurde der 28-Jährige in Longuich festgenommen. Eine Blutprobe wurde entnommen, das Auto wurde beschlagnahmt. Zehn Streifenwagen, zwei Notärzte und zwei Rettungswagen waren im Einsatz.

Auch der 23-jährige Bruder des Beschuldigten war laut Polizei in die Auseinandersetzungen verwickelt. Er habe sich an der Unfallstelle «wenig kooperativ» gezeigt, berichtete die Polizei. Er habe an der Unfallstelle "Widerstand gegen Polizeibeamte" geleistet und sei deshalb für eine Blutprobe auf eine Dienststelle gebracht worden. Danach "wurde er in die Obhut seiner Mutter entlassen", hieß es. (dpa)