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Bewährung und Arbeitsstunden für Schläger

Ein Mann aus Hartha und ein Waldheimer stehen wegen Körperverletzung vor Gericht. Bei der Tat war Alkohol im Spiel.

© Symbolfoto: SZ-Archiv

Von Helene Krause

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Waldheim. Am späten Abend des 6. Juli 2018 endete eine private Geburtstagsfeier in der Bahnhofstraße in Waldheim mit einem Verletzten. Ein 32-jähriger Mann aus Waldheim und ein 24-jähriger Harthaer sollen einen der Gäste geschlagen und getreten haben. Der Vorfall brachte sie vors Amtsgericht Döbeln. Vorgeworfen wurde ihnen gefährliche Körperverletzung.

Die Party wurde in der Wohnung des 32-jährigen anlässlich des zweiten Geburtstages seines Sohnes gefeiert. Alle Gäste und auch der Wohnungsinhaber tranken reichlich Bier und Schnaps. Im Verlauf des Abends kam es dann zum Streit zwischen den Angeklagten und einem der Gäste. Grund für die Auseinandersetzung war, dass das Opfer Sex mit der Freundin des 24-jährigen Beschuldigten gehabt haben soll. Doch das, so sagt der Geschädigte als Zeuge, stimmte nicht. Weil es in der Wohnung zu warm war, gingen alle nach draußen. Dort eskalierte der Streit. Der 24-Jährige soll dem Opfer zuerst mit der Faust ins Gesicht geschlagen und ihn dann getreten haben. Als der Geschädigte zu Boden ging, sollen beide Beschuldigte auf ihn eingetreten und geschlagen haben. Der Geschädigte erlitt ein Hämatom am rechten Auge und Prellungen. Er war zweieinhalb Wochen krankgeschrieben.

Dass er den Geschädigten mit der Faust ins Gesicht geschlagen hat, gesteht der 24-Jährige. Allerdings will er ihn nicht getroffen haben. „Der Schlag traf einen anderen“, sagt er. An Tritte erinnert er sich nicht. „Ich hatte einen Blackout.“ Auch der 32-Jährige erinnert sich wegen des Alkohols nicht an Tritte. „Ich habe ihn nur zwei Backpfeifen verpasst“, sagt er. Weitere Zeugen schildern das Geschehen ähnlich. Aufgrund ihrer starken Alkoholisierung erinnern auch sie sich nur spärlich.

Richter Janko Ehrlich verurteilt den 32-Jährigen, der bereits wegen gefährlicher Körperverletzung vorbestraft ist, zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten. Der 24-Jährige kommt mit sieben Monaten davon. Beide müssen als Auflage bis zum 30. Juni 2019 60 Arbeitsstunden leisten.