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Bewährungsstrafe für Messerangriff

Eine Asylbewerberin aus Somalia stand wegen Körperverletzung vor Gericht. Sie soll in Waldheim eine Migrantin verletzt haben.

© Symbolbild/Fabian Schröder

Von Helene Krause

Döbeln. Ein rücksichtloses Verhalten bescheinigt das Gericht einer 22-jährigen Asylbewerberin aus Somalia. Die soll in Waldheim eine Mitbewohnerin mit einem Messer verletzt haben. Wegen der Tat stand die 22-Jährige jetzt vorm Amtsgericht Döbeln. Angeklagt ist sie der gefährlichen Körperverletzung.

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Am Nachmittag des 1. März 2017 kam es in der Asylunterkunft in der Hauptstraße in Waldheim zu einem Streit zwischen beiden Asylbewerberinnen aus Somalia. Beide teilten sich in der Unterkunft ein Zimmer. In dem Streit soll es darum gegangen sein, dass die Geschädigte die Post der Angeklagten mehrfach öffnete. Im Zuge der Auseinandersetzung soll die Beschuldigte mit einem Messer das Opfer im Gesicht, am rechten Oberarm und am Rücken verletzt haben. Die Geschädigte trug eine Schnittverletzung auf der Stirn und Hämatome am Oberarm und am Rücken davon.

Die Angeklagte, die bereits wegen Diebstahls und Beleidigungen vorbestraft ist, leugnete die Tat. „Ich hatte kein Messer“, sagte sie. Das Gericht ging jedoch davon aus, dass sich die Tat zugetragen hat, wie sie in der Anklageschrift steht. Richterin Marion Zöllner verurteilte die Angeklagte zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten, ausgesetzt auf drei Jahre Bewährung. Als Bewährungsauflage muss sie 500 Euro in monatlichen Raten von 50 Euro bis zum 31. Mai 2019 an den Verein Oase in Mittweida zahlen. Außerdem hat sie jeden Wohnsitzwechsel dem Gericht mitzuteilen. Gleiches hatte auch die Staatsanwaltschaft gefordert. Die und auch Richterin Zöllner gehen davon aus, dass es ein Glücksumstand war, dass die Geschädigte nur mit einem Schnitt und Hämatomen davon kam. „Bei Schnitten ins Gesicht kann es weitaus gefährlicher ausgehen“, so die Richterin. Sollte die Beschuldigte in der Bewährungszeit erneut straffällig werden oder die Geldauflage nicht zahlen, wird die Bewährung widerrufen. Dann muss sie in Haft.