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Bewegung im Schulbau

Stadtrat: Kalkbergschule und Questenbergschule werden saniert bzw. erweitert – und wo sollen die Kinder hin?

© Claudia Hübschmann

Von Udo Lemke

Meißen. Das wichtigste Thema der Septembersitzung des Stadtrates am Mittwochabend war die Frage, wo die Kinder der Questenbergschule während des zweijährigen Umbaus ihre Schule unterkommen.

Charlotte Meentzen
Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint
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Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Questenbergschule: Container oder Module für den Übergang?

Weil die Questenbergschule saniert und erweitert werden soll, muss ab August 2018, mit Beginn des Schuljahrs, eine Ausweichmöglichkeit für die Schüler geschaffen werden. Die Stadträte hatten zu entscheiden, ob für die zweijährige Bauzeit eine mobile Schule für 876 000 Euro gemietet, oder für 1 415 000 Euro gekauft werden soll. Beide Summen beziehen sich auf Leichtbauweise mit Containern. Bei stabilerer Modulbauweise würde die mobile Schule 2,5 Millionen Euro kosten. Die Kaufoption ist allerdings problematisch, da bei den notwendigen Summen ein Nachtragshaushalt notwendig wäre. Damit wäre der Termin August 2018 nicht zu halten. Fazit: Es bleibt nur die Miete einer mobilen Schule. Der Stadtrat beauftragte die Verwaltung zudem, die Miete einer Schule in Modulbauweise zu prüfen. Aufgestellt werden soll die mobile Schule auf dem von der Stadt gekauften Grundstück am Mühlweg. Beschlossen wurde die Vergabe von Planungsleistungen für technische Ausrüstung und Tragwerke der Questenbergschule. Die Kosten können noch nicht beziffert werden. Die endgültige Entscheidung über die Miete der mobilen Schule wurde auf die Novembersitzung des Rates verschoben.

Kalkbergschule: Geld für die Sanierung der Fassaden

Der allgemeine Bauboom, der dazu führt, dass die Baufirmen ausgelastet sind, führt „zu dem derzeitigen Trend, dass die Baukosten die ursprünglichen Kostenschätzungen weit übersteigen“, heißt es in der Beschlussvorlage für den Stadtrat zur Kalkbergschule. Deshalb musste der Stadtrat für die Sanierung der Schule zur Lernförderung eine außerplanmäßige Ausgabe in Höhe von 200 000 Euro beschließen. Der Rat vergab für die teilweise Erneuerung des Wärmedämmverbundsystems und des Fassadenanstrichs der Schule einen Auftrag über knapp 497 000 Euro (brutto) an eine Bietergemeinschaft von zwei Firmen aus Bischofswerda.

Haushaltslage: Massiver Einbruch bei der Gewerbesteuer

Laut Sächsischer Gemeindeordnung muss der Stadtrat jeweils in der Mitte eines Haushaltsjahres über wesentliche Abweichungen vom Haushaltsplan schriftlich informieren. Danach wird festgestellt, dass „die Zahlungsfähigkeit der Kasse im ersten Halbjahr 2017 stets gegeben war“. Der Kassenbestand betrug zum 1. Januar des Jahres 19,455 Millionen Euro, die Verschuldung zum 31. Dezember lag bei 20,091 Millionen Euro. Weil der Kreistag eine höhere Kreisumlage beschlossen hat, muss die Stadt 10,321 Millionen Euro an den Kreis zahlen, das sind 848 400 Euro mehr als geplant. Und: „Die Einzahlungen aus der Gewerbesteuer lagen per 30. Juni mit 47,4 Prozent unter den Erwartungen. Dies ist die Folge von relativ hohen Rückzahlungen.“ Wie es zum 31. Dezember aussehen werde, sei noch nicht absehbar.