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BGH verhandelt über Schadenersatz-Grenzen

Karlsruhe Wie viel Schadenersatz muss ein Verkäufer höchstens zahlen, wenn die von ihm verkaufte Ware Mängel aufweist? Diese Frage prüft der Bundesgerichtshof (BGH) seit gestern in Karlsruhe. Im konkreten...

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Karlsruhe Wie viel Schadenersatz muss ein Verkäufer höchstens zahlen, wenn die von ihm verkaufte Ware Mängel aufweist? Diese Frage prüft der Bundesgerichtshof (BGH) seit gestern in Karlsruhe. Im konkreten Fall hatte eine Studentin unwissentlich ein mit Hausschwamm befallenes Haus verkauft und soll jetzt bis zu 640 000 Euro Schadenersatz zahlen. Sein Urteil will der BGH im April verkünden.

Die junge Frau hatte das Gebäude von ihrem Vater geerbt. Sie verkaufte es 2004 für 260 000 Euro, um ihr Studium finanzieren zu können. Kurz danach stellte sich heraus, dass das Gebäude vom Dachboden bis zum Keller von Hausschwamm befallen war, einem holzzerstörendem Pilz.

Nach der Sanierung verlangt die Käuferin von der heute 30-Jährigen und ihrem Onkel, der damals beim Verkauf geholfen hatte, Schadenersatz in Höhe von insgesamt knapp 640 000 Euro. Der BGH muss nun prüfen, ob das unverhältnismäßig ist. Denn die geltend gemachte Summe sei höher als der Wert des Hauses. Die vom BGH zu klärende Frage hat Bedeutung weit über den Fall hinaus: Ob Verkäufer für mangelhafte Waren begrenzt haften, ist seit einer Gesetzesänderung ungeklärt. (dpa)

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