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Sachsen

Biber leiden unter der Trockenheit

Nachdem der Biber im vorigen Jahrhundert fast ausgerottet schien, ist er inzwischen auch in Sachsen wieder heimisch. Aber zwei Sachen machen ihm zu schaffen.

© dpa

Torgau. Der Dürresommer 2018 hat die Biber in Sachsen hart getroffen: Die Zahl der Tiere in der Region um Torgau sei von 160 im vergangenen Jahr auf 126 gesunken, sagte Gottfried Kohlhase, Fachgruppenleiter Biberschutz des Naturschutzbundes Nabu. In ganz Sachsen gibt es nach Angaben des sächsischen Umweltministeriums etwa 2000 Tiere. Der Nabu hatte am Samstag zu einer Fachtagung zum Biberschutz in Belgern bei Torgau eingeladen.

"Die Trockenheit verursacht Stress beim Biber und er pflanzt sich nicht mehr fort. Der Population fehlt der Nachwuchs", sagte Kohlhase. Auch indirekt bedrohe die Trockenheit die Nager: Wasserbecken trocknen aus und nehmen dem Tier Rückzugsmöglichkeiten, die nötig sind, um sich vor Fressfeinden zu verstecken. Der in Sachsen wieder ansässige Wolf könne so auch dem Biber gefährlich werden.

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Die Fachgruppen des Nabu beobachten und zählen die Biber und bemühen sich darum, dass Mensch und Tier konfliktfrei miteinander leben können. In der Region Torgau pflanzt die Regionalgruppe regelmäßig Bäume, die von Maschendraht umgeben sind, damit die Biber sie nicht fressen können. Außerdem arbeitet die Gruppe mit Landwirten und Behörden zusammen, damit etwa aufgestaute Flüsse nicht zum Problem für bewirtschaftete Flächen werden. (dpa)