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Biedenkopfs verfahren sich in Sachsen

Im Auto machten sich Kurt und Ingrid Biedenkopf auf den Weg zum Tag der Sachsen und fast wären sie auch pünktlich angekommen - wären da nicht dieses Navi und das Benzin.

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© Robert Michael

Dresden. Dass eine Reise zum Tag der Sachsen mit einigen Tücken verbunden sein kann, weiß jetzt auch der erste Nachwende-Ministerpräsident des Freistaates. So trafen Kurt Biedenkopf und seine Gattin Ingrid zum traditionellen Empfang der diesjährigen Gastgeberstadt am vergangenen Freitag nämlich deutlich verspätet in Limbach-Oberfrohna ein.

Dafür gab es nach SZ-Informationen gleich mehrere Gründe. Vermutlich das eigene Navigationsgerät hatte das Ehepaar zunächst in Richtung des vogtländischen Örtchens Limbach bei Reichenbach geführt statt nach Limbach-Oberfrohna bei Chemnitz. Als der Irrtum bemerkt wurde, nahm man zwar sofort das eigentliche Reiseziel ins Visier, kam aber erst einmal nicht weiter.

In der Nähe der Anschlussstelle Reichenbach auf der A 72 musste der Wagen der Biedenkopfs mitten auf der Strecke rechts heranrollen. Der Grund war akuter Benzinmangel. Gegen 17.45 Uhr registrierte dann die für diesen Abschnitt zuständige Autobahnpolizei einen Anrufer, der einen „älteren Herrn auf der Fahrbahn der A 72 in Richtung Chemnitz“ meldete.

Für das, was danach folgte, gibt es zwei etwas unterschiedliche Versionen. Laut Ereignisprotokoll der Polizeidirektion Zwickau forderte der Fahrer des liegengebliebenen Wagens Hilfe beim ADAC per Notrufsäule an. Bestätigen konnte man dagegen nicht, dass es schließlich ein freundlicher Polizeibeamter gewesen sein soll, der per Dienstwagen und vollem Benzinkanister den Biedenkopfs erfolgreich zur Hilfe eilte. Fest stehe nur, so hieß es auf SZ-Anfrage, dass man ein Auto zur Absicherung vor Ort geschickt habe.

Am Ende war die Hilfsaktion so oder so geglückt. Mit erheblicher Verspätung, aber wohlbehalten erreichten der 86-jährige Ministerpräsident   a.  D. und seine Frau das Sachsen-Fest in Limbach-Oberfrohna und konnten dem Vernehmen nach über den Zwischenfall sogar schon wieder das eine oder andere Späßchen machen. (SZ/gs)