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Bienenfreundliche Landwirte

Die Agrarbetriebe in Reinholdshain und Ruppendorf wurden ausgezeichnet. Was machen sie besonders?

© Symbolfoto: dpa

Von Anja Ehrhartsmann

Dippoldiswalde/Ruppendorf. Die Agrargenossenschaft Reinholdshain und die Agrargesellschaft Ruppendorf haben beim sachsenweiten Wettbewerb der Landesarbeitsgemeinschaft Imkerei und Landwirtschaft mitgemacht – mit Erfolg. Der Imkerverein Dippoldiswalde hatte beide vorgeschlagen. Insgesamt wurden vier Betriebe ausgezeichnet, die sich im Honigbienenschutz besonders verdient machen. Zum Landeserntedankfest am vergangenen Wochenende wurden die Hoftafeln verliehen.

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„Die Auszeichnung bedeutet uns sehr viel“, sagt Klaus Köhler, Pflanzenbaubeauftragter bei der Agrargenossenschaft Reinholdshain. Gerade auch, weil viele die Landwirte heute immer noch als diejenigen sehen, die alles kaputt spritzen, so Köhler. Die Hoftafel sieht er als Anerkennung der Arbeit, die der Betrieb im Bienenschutz leistet. „Wir versuchen, nicht alles kurz und klein zu schneiden, sondern Blüten zuzulassen, damit die Bienen Nahrung finden.“ Dafür wurden unter anderem Blühstreifen angelegt, und es werden Zwischenfrüchte angebaut. Punkte sammelte die Agrargenossenschaft außerdem mit ihren Schafen, die auf Streuobstwiesen in den Ortslagen weiden und so dafür sorgen, dass die Wiesen optimal blühen können. Wie auch im Agrarbetrieb in Ruppendorf werden in Reinholdshain in puncto Pflanzenschutzmittel Absprachen mit den Imkern getroffen. „Die Zusammenarbeit funktioniert, kann aber noch ausgebaut werden.“

Eine Idee dafür hat Köhler auch schon. Zum Beispiel möchte er seine Mitarbeiter weiter für das Thema sensibilisieren und sie dahingehend schulen lassen. Aber nicht nur die vier ausgezeichneten Betriebe setzen sich für den Schutz der Bienen ein, sondern viele Landwirte, so Köhlers Eindruck. Die etwa 30 mal 40 Zentimer große Hoftafel soll nun einen Ehrenplatz im Büro der Agrargenossenschaft bekommen.

Bereits zum dritten Mal wurden die Hoftafeln in Sachsen verliehen. Jedes Jahr werden bis zu fünf Betriebe ausgezeichnet, die von den ortsansässigen Imkervereinen vorgeschlagen werden müssen. Die Wettbewerbsteilnehmer werden von einer Prüfkommission vor Ort unter die Lupe genommen und anhand eines Fragebogens in verschiedenen Themenbereichen bewertet.