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Bierhoff räumt Fehler im Fall Özil ein

Nach dem Rücktritt aus der Nationalelf äußert sich der DFB-Direktor selbstkritisch - und erklärt auch, warum für Boateng, Hummels und Müller kein Platz mehr ist.

Oliver Bierhoff (r.) gibt zu, im Fall Mesut Özil Fehler gemacht zu haben. © dpa

Hamburg. DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat sich selbstkritisch zu den Umständen des Rücktritts von Mesut Özil aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft geäußert. "Es ist verkehrt gelaufen, und das tut mir sehr leid. Da wurden viele Fehler gemacht - auch von mir", sagte er im Interview der Wochenzeitung "Die Zeit" (Donnerstag). Bis heute habe ihm aber niemand ein überzeugendes Konzept nennen können, wie die Leitung der Nationalmannschaft hätte gegensteuern können.

Der 50-jährige frühere Stürmer sagte: "Sicher wäre Mesut ein anderer Abgang zu wünschen gewesen. Ich kann nur wiederholen: Am Ende haben wir alle kein gutes Bild abgegeben." Nach dem WM-Vorrunden-Aus im vergangenen Sommer in Russland war Özil zurückgetreten. Er stand nach einem Foto mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan mehrere Wochen heftig in der Kritik.

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Bierhoff begründete auch den Verzicht auf Angreifer Leory Sané vor der WM: "Wir wollten vor allem ein Zeichen für die Spieler setzen, für die wir uns entschieden hatten. Das sollte Energie freisetzen, den Zusammenhalt stärken. Vielleicht haben wir unterschätzt, dass dann vor allem über den Spieler gesprochen wurde, der nicht dabei war." Über die drei Ex-Weltmeister Thomas Müller, Jérôme Boateng und Mats Hummels, die nicht mehr zur Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw gehören, sagte Bierhoff: "Die drei können im Verein noch auf hohem Niveau spielen, das bestreitet niemand, aber wir mussten Raum für Erneuerung schaffen." (dpa)