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Bierzug soll weiter jährlich stattfinden

Die Gemeinde Kottmar hatte die Bürger befragt, wie es mit dem Fest weitergehen soll. Eine Veränderung steht schon fest. Sie betrifft die Bierpreise beim Fest.

© Matthias Weber

Von Romy Altmann-Kühr

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Der nächste Eibauer Bierzug findet am 24. Juni dieses Jahres statt – so wie seit 25 Jahren am letzten Sonntag im Juni. Selbstverständlich ist der Termin trotzdem nicht. Denn aufgrund des großen Aufwandes hatte sich die Gemeinde auch mit dem Gedanken getragen das Fest rund ums Bier samt Umzug nicht mehr jährlich, sondern in Abständen von zwei oder drei Jahren zu organisieren. „Der Aufwand ist riesig“, erklärt Kottmar-Bürgermeister Michael Görke. „Außerdem steigen die Kosten ständig.“ Das liegt vor allem daran, dass immer mehr Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen. Auch die neu eingeführte doppische Buchführung, an die sich die Gemeinde jetzt halten muss, schlägt zusätzlich zu Buche. Denn der Arbeitsaufwand der Mitarbeiter muss dem Bierzug zugeordnet werden. „Das hat einen finanziellen Gegenwert“, erklärt der Bürgermeister.

Die Gemeinde befragte deshalb ihre Einwohner, wie es mit dem Bierzug weitergehen soll. Im Kottmarkurier, dem Amtsblatt der Gemeinde, druckte sie einen Fragebogen ab. Außerdem wurden die Bögen in Arztpraxen und öffentlichen Einrichtungen ausgelegt. Der Rücklauf war sehr gut, schätzt Bürgermeister Görke ein. 445 Fragebögen sind bei der Gemeinde eingegangen. Gefragt wurde unter anderem, ob der Bierzug jährlich stattfinden soll. 183 der Befragten sprachen sich dafür aus. 260 Einwohner plädierten dafür, dass er nur aller zwei oder drei Jahre stattfindet. Die Gemeinde entschied sich dennoch vorerst für die jährliche Variante. Immerhin hätten sich dafür noch mehr als zwei Drittel ausgesprochen, so Görke.

Beinahe einig sind sich die Kottmar-Bürger beim Thema Startzeit des Umzuges. Die war im Vorjahr erstmals auf 11.30 Uhr verlegt worden – im Sinne der auswärtigen Besucher. Die Organisatoren erhofften sich mehr Besucher von außerhalb. Denn, wer eine weitere Anreise zum Bierzug habe, wolle sicher am Sonntagmorgen nicht so früh losfahren. Dieser Versuch ist nun gescheitert, 366 Kottmar-Einwohner stimmten dafür, die Startzeit wieder nach vorn zu verlegen. „So werden wir es auch machen“, sagt Michael Görke.

Eine Neuerung dieses Jahr: Das Bier im Festzelt wird teurer. Pro Glas sollen 50 Cent mehr verlangt werden, sagt Michael Görke. Es wird also künftig drei Euro kosten. Die 50 Cent extra steckt sich aber nicht der Veranstalter, der für das Festgelände zuständig ist, in die Tasche. 50 Cent pro Glas sollen stattdessen in die Finanzierung des Festes fließen. „Mit jedem Glas Bier leisten die Besucher sozusagen einen Beitrag zum Bierzug“, so der Bürgermeister. Zur Finanzierung trägt auch der Verkauf der Bierzugplaketten bei. Jedes Jahr wird ein Ansteck-Button mit einem neuen Motiv entworfen. Die Exemplare sind bei Sammlern beliebt. Auch die neue Plakette für dieses Jahr ist schon in Vorbereitung.

Gemeinde und Organisatorenteam rufen jetzt dazu auf, sich anzumelden, wenn man am Umzug mitwirken möchte. Bis Ende April werden Anmeldungen angenommen. Dabei sollen verstärkt historische Bilder dabei sein, die von der Geschichte des Ortes und der Region erzählen. Das soll die Attraktivität des Umzugs erhöhen, heißt es vom Organisatorenteam. Natürlich sollen aber auch lustige und originelle Darstellungen auf den Festwagen nicht fehlen.