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Dresden

"Wir sitzen ja alle in einem Boot"

Clemens Lutz feiert zum Abschluss seines Kochsternstunden-Spezials alle Gastronomen - und einen ganz besonders.

Die Suche nach besserem Fahrwasser beschäftigt auch die Gastronomie: Kochsternstunden-Sieger Christian Weidt mit Clemens Lutz, dem Initiator des Wettbewerbs.
Die Suche nach besserem Fahrwasser beschäftigt auch die Gastronomie: Kochsternstunden-Sieger Christian Weidt mit Clemens Lutz, dem Initiator des Wettbewerbs. © Sven Ellger

Dresden. Es war ein Wiederbelebungsversuch. Statt auf die nächste Kochsternstundenzeit zu Beginn des kommenden Jahres zu warten, hat Veranstalter Clemens Lutz eine Sonderausgabe seines gastronomischen Publikumspreises ausgelobt. Kaum durften nach der Corona-Sperre die Restaurantst wieder öffnen, startete er den Wettbewerb. Dafür kreieren Köche und Wirte jeweils ein besonderes Menü und hoffen auf eine möglichst gute Bewertung durch ihre Gäste.

Seit zwölf Jahren hilft der Architekt mit großer Liebe zum Kulinarischen auf diese Weise der Branche, auch im unlukrativen Februar bessere Umsätze zu haben. Nun war es sein Ziel, der Gastroszene nach der Corona-Ruhe wieder schneller Leben einzuhauchen. An seinem Kochsternstunden-Spezial, das Ende Mai begann, haben sich 28 Restaurants überwiegend in Dresden, aber auch in Chemnitz und Leipzig und Umgebung beteiligt. 

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Bis zum 28. Juli konnte die Kundschaft wieder Punkte für das beste Menü, den charmantesten Service und das schönste Ambiente vergeben. Verkauft wurden insgesamt 1.949 Menüs. Den größten Genuss hatten die Gäste von Christian Weidt, der das Schönburger Palais in Lichtenstein betreibt.

Dresdner Gastronomen waren ebenfalls erfolgreich. "Die Kochsternstunden sind eine gute Plattform, um sich auch neuen Kunden zu präsentieren", sagt Frank Ollhoff vom Petit Frank - das kleine französische Restaurant Dresden. "Die Resonanz war sehr gut und hat uns außerdem geholfen, Einnahmen nach dem Lockdown zu generieren."

Zufrieden ist auch Elvis Herbeck vom Restaurant finesse. Die Kochsternstunden als Sonderausgaben seien gut für ihn verlaufen, sagt er. "Gemeinsam gehen wir durch die Krise - mit Lieblingsgästen, bei gutem Essen, guten Drinks und am Ende mit gutem Umsatz." Sebastian Böhme betreibt das Restaurant Stresa und konnte dank Kochsternstunden seine Auslastung nach dem Neustart steigern. "Das war eine tolle Unterstützung!"

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Trotz allem leiden die Gastronomen nach wie vor unter den Folgen der Pandemie. Manche können es sich gar nicht leisten, den Betrieb jenseits einer sinnvollen Auslastung wieder aufzunehmen. Andere hoffen auf den baldigen Aufwind, leben aber zum Teil mit mehr als 50 Prozent Einbußen. Vor allem im Stadtzentrum fehlen die Touristen. 

Clemens Lutz und viele andere kämpfen weiter - mit Aktionen wie die der Initiative "Leere Stühle", aber auch mit besonderen Veranstaltungen wie dem Kochsternstunden-Spezial. "Denn schließlich sitzen wir alle in einem Boot", sagt Clemens Lutz, "Nur gemeinsam werden wir wieder Gäste und besonders auch Touristen in unsere Städte locken."  Dieser Versuch hat wieder etwas mehr Vergnügen ins Leben gebracht.

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