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Kleine Wissenschaftler in Döbelner Kita

Die Kindertagesstätte "Sonnenschein" in Döbeln-Ost ist nun ein "Haus der kleinen Forscher". Dieser Name ist auch ein Programm.

Die Kita Sonnenschein in Döbeln Ost darf sich jetzt „Haus der kleinen Forscher“ nennen. Darüber freuen sich Erzieherin Luisa Niekrawietz und Hennig mit dem Kobold Knut, der Umweltforscher ist.
Die Kita Sonnenschein in Döbeln Ost darf sich jetzt „Haus der kleinen Forscher“ nennen. Darüber freuen sich Erzieherin Luisa Niekrawietz und Hennig mit dem Kobold Knut, der Umweltforscher ist. © Dietmar Thomas

Döbeln. Henning (5) weiß schon genau, wie ein Regenbogen entsteht. Seine Kindergartengruppe steht gerade an einem der fünf Tische, an denen experimentiert und geforscht wird. Wer sich beteiligt, bekommt einen Stempel in seinen Forscherpass.

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Die kommunale Kindertagesstätte „Sonnenschein“ in Döbeln-Ost darf sich nun „Haus der kleinen Forscher“ nennen. Ein entsprechendes Schild wurde am Haus angebracht. Die Mädchen und Jungen sind mächtig stolz darauf. Schließlich sind sie nun Forscher, meint Hennig.

„Mami und Papi erklären mir immer, was ich wissen will. Und mir fallen immer wieder neue Fragen ein“, sagte der Fünfjährige. Ihm habe besonders das Experiment mit den Socken gefallen. Die, die nass und dadurch schwer waren, sind im Wasser untergegangen, erklärt Henning. Aber alle hätten Wechselsocken dabei gehabt.

Die Mädchen und Jungen wissen nun, wie ein Regenbogen entsteht.
Die Mädchen und Jungen wissen nun, wie ein Regenbogen entsteht. © Dietmar Thomas

Weiterbildung der Erzieher wichtig

Mindestens ein Mal im Monat forschen die Kinder der Einrichtung. Einige Gruppen habe eine Forscherwoche, andere experimentieren an zwei Tagen im Monat. Immer dabei ist der grüne Kobold Knut, der Umweltforscher. Auch die Krippenkinder werden in das Projekt einbezogen. „Sie beobachten, wie eine Pflanze wächst oder schauen, was mit Schnee passiert, wenn er in ein warmes Zimmer kommt“, sagte Luisa Niekrawietz.

Sie ist Erzieherin und hat bei einem Lehrgang das Projekt kennengelernt. „Ich war sofort begeistert und wusste, dass ist etwas für unsere wissbegierigen Kinder. “Doch bevor sich die Kita mit dem Namen „Haus der kleinen Forscher“ schmücken durfte, erfolgte eine Zertifizierung.

Grundvoraussetzung ist die laufende Weiterbildung der Erzieher. Außerdem musste nachgewiesen werden, wie oft die Mädchen und Jungen forschen, welche Voraussetzungen die Einrichtungen hat und ein Forschungsprojekt beschrieben werden. „Wir haben gesehen, wie aus einer Raupe ein Schmetterling geworden ist, also die Metamorphose beobachtet.“, so Luisa Niekrawietz.

Warum der Apfel schwimmt

Zu den erstaunlichsten Experimenten gehört der schwimmende Apfel und die im Wasser untergehende Birne. Warum das so ist, haben die Kinder durch Zerlegen des Obstes und einen Bissversuch herausbekommen. „Beim Apfel schnurpst es beim Reinbeißen, bei der Birne nicht, weil sie mehr Wasser speichert“, erklärte Henning.

Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU) gratulierte den Kindern und Erziehern zur Zertifizierung und überbrachte mit Jana Finke, Sachgebietsleiterin Kita-Schulen, eine Forscherkiste mit tollen Experimenten.

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