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Grundschule Gersdorf: Sanierung geht voran

114.000 Euro Fördergeld hat Hartha für die Grundschule Gersdorf bekommen. Bis August soll die Schule von außen wie neu aussehen.

Die äußerliche Sanierung der Grundschule im Harthaer Ortsteil Gersdorf geht voran. Im sogenannten Altbau werden in diesem Bauabschnitt derzeit alle alten Fenster gegen neue ausgetauscht.
Die äußerliche Sanierung der Grundschule im Harthaer Ortsteil Gersdorf geht voran. Im sogenannten Altbau werden in diesem Bauabschnitt derzeit alle alten Fenster gegen neue ausgetauscht. © Erik-Holm Langhof

Hartha. Es geht voran an der kleinen Grundschule im Harthaer Ortsteil Gersdorf. Bauarbeiter sind fleißig rund um das Schulgebäude im Einsatz, um neue Fenster einzubauen und die Außendämmerung fertigzustellen. Seit Anfang Mai sind sie vor Ort, bis Mitte August soll die Baumaßnahme fertig sein.

Bereits Anfang April 2020 konnte sich Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) freuen. Die Stadt Hartha hat für das Schulgebäude eine Fördersumme von rund 114.000 Euro erhalten, die der Gemeinderat per Umlaufbeschluss auch ein Jahr später in Bauaufträge gesteckt hat.

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In Arbeit sind nun vor allem Fenster des sogenannten Altbaus, die teilweise noch aus der tiefsten DDR stammen. „Die wurden seitdem nicht mehr ausgetauscht und haben langsam ihre Lebenszeit erreicht“, meint Ronald Kunze.

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„Früher wurden die mit provisorischen Mitteln immer wieder instandgesetzt, damit Kinder nicht mit Schal im Winter am Tisch sitzen mussten.“ Bald sollen nun moderne und gedämmte Fenster eingebaut werden, die die Kälte nicht so einfach in das Haus lassen sollen.

430.000 Euro im Haushalt der Stadt Hartha eingeplant

Neben den Fenstern samt Fensterbrettern soll auch die Gebäudedämmung erneuert werden. Mehrere unterschiedliche Firmen wurden für diese Maßnahmen beauftragt. „Die Arbeiten sind in vollem Gang. Wir rechnen mit einer Fertigstellung aller Arbeiten bis spätestens Mitte August“, sagt der Bürgermeister.

„Dann sieht die Schule zumindest von außen wie neu aus und die Lernatmosphäre für unsere Kinder wird besser.“ Insgesamt hat die Stadt dafür etwa 430.000 Euro in den Haushalt eingerechnet. Noch 2020 wurden die Planungen vollzogen, in diesem Jahr werden die Bauarbeiten umgesetzt.

Sobald es wieder neue Fördermittel des Freistaats gibt, wolle die Stadt sich wiederholt bewerben und zukünftig auch die Innenräume zeitgemäß umbauen. Derzeit liege noch ein gewisser DDR-Flair in den Fluren, meint der Bürgermeister. Das soll sich ändern.

„Doch wie so oft geht das nicht ohne Fördermittel. Denn es gibt auch noch einige andere ‚Baustellen‘ im Stadtgebiet, wo wir zwingend Geld investieren müssen“, so Kunze weiter.

Grundschule Gersdorf muss bestehen bleiben

Ihm zufolge sei der Betrieb der Grundschule Gersdorf auch für die Zukunft gesichert. „Wir haben hier derzeit 44 Schüler, die sich in zwei Klassen aufteilen. Einmal erste und zweite Klasse sowie einmal dritte und vierte Klasse zusammen.“

Das Prinzip des jahrgangsübergreifenden Unterrichts sei bewusst so gewollt und werde auch gut angenommen. „Das Landesamt für Schule und Bildung hat uns die Existenz der Schule zugesichert, weil sie einfach gebraucht wird“, erklärt der Rathauschef.

Jens Borchert ist dabei, die Außenarbeiten durchzuführen.
Jens Borchert ist dabei, die Außenarbeiten durchzuführen. © Erik-Holm Langhof
Auch großes Gerät wird vor Ort für Bauarbeiten benötigt.
Auch großes Gerät wird vor Ort für Bauarbeiten benötigt. © Erik-Holm Langhof

Da die Pestalozzi-Grundschule nicht genügend Platz für alle Schüler aus Hartha und den Ortsteilen bietet, braucht die Stadt noch eine zweite Schule. „Dennoch gibt es für alle Eltern aus Gersdorf oder den Ortsteilen das Angebot, ihre Kinder trotz der weiteren Entfernung in die Pestalozzischule zu schicken. Das werden wir auch beibehalten“, so Kunze.

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Das Objekt in Gersdorf wird derzeit nicht nur durch die Schule genutzt, sondern es befinden sich auch etwa 100 Krippen- und Kindergartenkinder in der unteren Etage. Auch deshalb sei eine Sanierung so oder so notwendig.

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