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Biosphärenreservat will den „Naturwunder“-Titel

Die Region will beim Thema „Letzte Refugien für bedrohte Insekten“ mit ihren Libellen trumpfen. Im Internet kann für den Wettbewerb abgestimmt werden.

© dpa

Oberlausitz. Gemeinsam suchen die Heinz Sielmann Stiftung und der Europarc Deutschland e. V. auch in diesem Jahr wieder nach dem schönsten Naturwunder Deutschlands in heimischen Biosphärenreservaten sowie National- und Naturparks. Im vergangenen Jahr konnte die Gladiolenwiese im Daubaner Wald bereits den Titel für sich gewinnen. Nun möchte die Biosphärenreservatsverwaltung des Unesco-Biosphärenreservats Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft gemeinsam mit den Bewohnern, Kennern und Besuchern der Region den Titel verteidigen. Das teilt Christina Schmidt von Sachsenforst mit.

Der Wettbewerb widmet sich dem Thema „Letzte Refugien für bedrohte Insekten“. Gesucht werden Lebensräume oder Landschaftselemente, in denen seltene Insektenarten anzutreffen sind. „Und da hat die Region was zu bieten – das Libellenreich: Oberlausitzer Teiche. Immerhin drei Viertel aller in Deutschland nachgewiesenen Arten dieser Akrobaten der Lüfte leben bei uns“, erklärt Schmidt.

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Menschen haben hier vor Jahrhunderten die Teiche angelegt. Noch heute werden diese bewirtschaftet und für die Karpfenzucht genutzt. Das Mosaik aus Mooren, Heiden, Tagebauseen und kleinen Flüssen macht die Kulturlandschaft laut Schmidt zum „perfekten Lebensraum für Libellen und viele andere Wasserinsekten.“

Seit dem Jahr 1990 werden nun schon durch die Naturwacht der Biosphärenreservatsverwaltung die Libellenarten erfasst. Inzwischen kann man über 50 der 81 Arten Deutschlands im grünen Herz der Oberlausitz nachweisen. Dazu zählen die stark gefährdete Östliche Moosjungfer, die gebänderte Heidelibelle aber auch neu aufgetauchte Arten, wie die Feuerlibelle und seit diesem Jahr auch der Spitzenfleck.

Auf der Internetseite der Heinz Sielmann Stiftung werden die ausgewählten „Naturwunder in Deutschland“ vorgestellt und für die Abstimmung freigegeben. Bis zum bis zum 2. September können Nutzer dort für das „Libellenreich: Oberlausitzer Teiche“ stimmen. (szo)