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Bis 2016 kein Stellenabbau an Hochschulen

Trotz wachsenden Zulaufs an Sachsens Hochschulen steigt die Sorge, dass Stellen und Finanzen nicht ausreichen. Wissenschaftsministerin von Schorlemer winkt ab.

© dpa

Dresden. Bis 2016 werden an Sachsens Hochschulen keine Stellen abgebaut. Das hat Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) am Donnerstag im Landtag versichert. Zwar stünden auf dem Papier 205 zu streichende Stellen für die Jahre 2013 bis 2015. Diese würden aber etwa durch 300 befristete Stellen kompensiert. Dazu kämen 189 Stellen für die Lehrerausbildung. Bis 2016 hätten die Hochschulen 284 Stellen mehr zu Verfügung, rechnete die Ministerin vor.

Die kürzlich bekanntgewordenen Pläne, wonach an Sachsens Hochschulen 57 von 1.500 Studiengängen gestrichen werden sollten, hätten nichts mit einer Kürzungsorgie zu tun, sagte Schorlemer Richtung Opposition. Die Hochschulen seien frei in ihrer Entscheidung zur Qualitätsentwicklung. Bei solchen Eingriffen sei Widerstand normal. „Aber die Politik sollte sich hier nicht einmischen, sonst hätten wir Planwirtschaft“, sagte Schorlemer.

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Die Opposition sah das anders und verwies darauf, dass die Entscheidungen der Hochschulen zu den Studiengängen mit den langfristigen Sparvorgaben des Landes zu tun hätten. SPD, Linke und Grüne verlangten übereinstimmend, genügend Stellen an den Hochschulen zu sichern und angesichts erneut gestiegener Studentenzahlen den Hochschulen mehr Finanzen zuzuweisen. Karl-Heinz Gerstenberg von den Grünen schlug zudem vor, ein wissenschaftsnahes Fächermonitoring einführen. (dpa)