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Bis ins hohe Alter im Garten gearbeitet

Elsa Teichmann hat ihren 100. Geburtstag gefeiert. Von der Familie gab es in der Kirche ein Ständchen.

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© Dietmar Thomas

Großweitzschen. Täglich steigt Elsa Teichmann die Treppen in den ersten Stock des Hauses runter und wieder hoch. Nur mit dem Sehen und Hören hat die 100-Jährige ein paar Schwierigkeiten. Zur großen Feier anlässlich ihres 100. Geburtstages war ihr anzusehen, wie sehr sie sich freut, alle Familienmitglieder zu sehen. Zu der gehören zwei Töchter, vier Enkelinnen und drei Urenkel. Sogar zwei Schwestern von Elsa Teichmann ließen es sich trotz ihres Alters nicht nehmen, zur Geburtstagsfeier zu kommen.

Die Großweitzschnerin hatte sieben Geschwister. Sie war die zweitälteste und wurde am 27. Juli 1916 in Börtewitz geboren. Nach der Konfirmation zu Ostern 1930 in Altmügeln ging die damals junge Frau bei einem Bauern in Stellung.

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Ihren Mann Gerhard hat sie beim Tanz im Gasthof in Zaschwitz kennengelernt. Geheiratet wurde erst 1947, weil Gerhard in den Krieg ziehen musste. Nach der Hochzeit zog Familie Teichmann nach Großweitzschen und übernahm die Wirtschaft der Schwiegereltern.

Bis 1960 arbeitete die jetzt 100-Jährige als Bäuerin auf dem eigenen Gut. Sie versorgte vier Kühe, zwei Pferde, Schweine, Hühner, Enten und Schafe. Fast bis zu ihrem 70. Geburtstag arbeitete sie in der LPG. Auch den eigenen Garten versorgte sie sehr lange.

Die Großweitzschnerin hat viele Jahre den Gemeinderaum der Kirche mit Blumen geschmückt und den Ofen angefeuert. Diese Aufgabe übernahm sie, bis sie 80 Jahre alt war. Unterstützung bekam Elsa Teichmann dabei von ihrer Tochter Annerose und ihrem Schwiegersohn Peter. Auch zum Geburtstag war es ihr wichtig, die Kirche zu einem Lob- und Dankgottesdienst zu besuchen. Dabei wurde sie von ihrer Familie überrascht. Eine Enkeltochter spielte Orgel und der Rest der Familie sang ein Ständchen.

Nach ihrem 90. Geburtstag zog Elsa Teichmann aus ihrem Gut in das gegenüberliegende Haus der Kinder. Von ihrem Zimmer in der ersten Etage hat sie einen schönen Ausblick auf ihr ehemaliges Zuhause. Bei schönem Wetter setzt sich Elsa Teichmann in den Rollstuhl und wird zum Gut gefahren. Dort kann sie unter anderem kleine Enten und andere Tiere streicheln.