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Bischofswerda

Bischofswerda sagt willkommen

69 kleine Schiebocker werden am 21. September begrüßt – mit Präsenten, Namenstafel und Jahrgangsbaum. Davon soll auch die ganze Stadt etwas haben.

Vor drei Jahren war es ein himmelblaues Keramikauto aus der Kunstwerkstatt der Grundschule Süd, das für die Jungen angefertigt wurde. Auch in diesem Jahr soll es eine tolle Keramikplakette für jedes Kind geben.
Vor drei Jahren war es ein himmelblaues Keramikauto aus der Kunstwerkstatt der Grundschule Süd, das für die Jungen angefertigt wurde. Auch in diesem Jahr soll es eine tolle Keramikplakette für jedes Kind geben. © Archivfoto: Rocci Klein

Bischofswerda. In der Zeit vom 1. August 2018 bis zum 31. Juli dieses Jahres konnten sich 69 Bischofswerdaer Familien über Nachwuchs freuen. Die Neuankömmlinge – 39 Mädchen und 30 Jungen – werden am Sonnabend, dem 21. September, feierlich begrüßt. Das mittlerweile 27. Begrüßungsevent der Stadt findet auf dem Südmarkt statt. Dort im Stadtteil Süd, wo die Wohnungswirtschaft und Bau GmbH (WuB) vor Jahren an der Ecke von Belmsdorfer und Thälmannstraße einen Wohnblock abreißen ließ, entsteht seit vergangenem Jahr ein Park für Kinder. Für jeden Geburtsjahrgang wird ein Baum gepflanzt, vor dem eine Namenstafel aufgestellt wird. Im vergangenen Jahr war es eine Edelkastanie, die die WuB stiftete. Den diesjährigen Baum, einen Kugelahorn, finanziert die Stadt, teilte die Stadtverwaltung mit. In den nächsten Jahren werden im Rahmen des Begrüßungsevents sowie über Sponsoring bzw. Spenden weitere Bäume und Sträucher gepflanzt; bereits aufgestellt wurden mehrere Sitzgarnituren. Der Park soll nicht nur für mehr Grün im größten Bischofswerdaer Wohngebiet sorgen. Er soll auch beitragen, Brücken zwischen Innen- und Südstadt sowie zu den Ortsteilen zu schlagen, etwa indem Familien, die nördlich der Bahnlinie wohnen, auch mal nach Bischofswerda Süd gehen oder fahren, um ihrem Besuch die Tafel zu zeigen, auf der der Name ihres Kindes steht.

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Wie schon in den vergangenen Jahren dürfen sich die Familien auf einen Beutel mit Begrüßungspräsenten freuen. Acht Sponsoren halfen in diesem Jahr, ihn zu füllen. Aber nicht nur Sponsoren waren aktiv. Die Schülerkunstwerkstatt der Grundschule Süd unter der Leitung von Steffi Schumann steuert – neben den erstmalig gestalteten speziellen Begrüßungsbeuteln – wieder Namensschilder für alle Jungen und Mädchen bei. Welche Motive diese haben, das möchte man im Rathaus noch nicht verraten, denn es soll eine Überraschung sein. Nur so viel ist bisher bekannt: Die Produktion ist sehr aufwendig – und jedes Schild ein Unikat. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung durch die Spielleute Bischofswerda.

Ein Fest für Kinder

Gleich nach dem Begrüßungsevent für geladene Familien startet 15 Uhr ein öffentliches Kinderfest auf dem Marktplatz Süd, das bis 17 Uhr geplant ist. Organisiert wird es von der Stadt und der „Initiative Bischofswerda“. Zahlreiche Vereine und Institutionen beteiligen sich mit verschiedenen Spiel- und Bastelangeboten. Alle Besucher erwarten überdies ein Glücksrad mit vielen großen und kleinen Gewinnen, eine Hüpfburg sowie Kinderschminken, Ziellöschen mit der Bischofswerdaer Feuerwehr, Tanz und vieles mehr. Für Kaffee und Kuchen ist ebenfalls gesorgt – Oberschüler und Gymnasiasten sorgen für selbst gebackene Leckereien, die sie zur Finanzierung ihrer Abschlussfahrten verkaufen werden.

Babyempfänge sind inzwischen fast in jeder Gemeinde rund um Bischofswerda üblich. Die Stadt Bischofswerda gehörte zu den ersten. Seit über 25 Jahren begrüßt sie Neugeborene auf nette Weise. Viele Jahre gab es ein gemeinsames Kaffeetrinken mit den Eltern, wo das Begrüßungsgeld – erst 100 Mark, dann 50 Euro für jede Familie – überreicht wurde. Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung suchte die Stadt nach neuen Wegen, um die Tradition auch bei knapper Kasse fortzusetzen. Unterstützt von Sponsoren, gibt es seit dem Jahr 2014 das Begrüßungsevent in jetziger Form, bei dem ein Baum gepflanzt wird. Die ersten Feste dieser Art wurden in Parks der Innenstadt und im Bad gefeiert. (SZ)